26.09.2017

BIHK: Wirtschaft bekennt sich zu Nachhaltigkeitszielen ‎

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Nachhaltiges Wirtschaften wird für die Unternehmen in Bayern immer wichtiger. Laut einer aktuellen Umfrage der IHK für München und Oberbayern berücksichtigen schon heute viele Unternehmen die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Diese sind Bestandteil der 2015 von der Weltgemeinschaft verabschiedeten Agenda 2030. Deren Leitziel ist es, weltweit ein menschenwürdiges Leben zu schaffen unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Entwicklungsaspekte. Zur nationalen Umsetzung hat die Bundesregierung im Januar dieses Jahres die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. In Bayern wird aktuell an einer Neuauflage der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie gearbeitet.

Bayerischer CSR-Tag diskutiert verantwortungsvolles Unternehmertum

Im Hinblick auf verantwortungsvolles und zukunftsorientiertes Unternehmertum setzen die Nachhaltigkeitsziele für die Wirtschaft neue Maßstäbe. Mehr als zwei Drittel der befragten IHK-Mitgliedsunternehmen kennen sie bereits. 71 Prozent der Unternehmen, denen sie bekannt sind, messen den Zielen eine hohe oder sehr hohe Bedeutung bei. 65 Prozent der Firmen erwarten sich aus den Zielen einen konkreten Nutzen für ihr Unternehmen.

Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), betonte beim heutigen 5. Bayerischen Corporate Social Responsibility (CSR)-Tag in München: „In unserer Wirtschaft steckt riesiges Potential, um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Weit über die Hälfte der Unternehmen – 58 Prozent – will beispielswiese mit der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen dazu beitragen. Das zeigt, dass viele bayerische Betriebe die Ziele bereits als echte Chance für ihr unternehmerisches Handeln verstanden haben.“

Die Unternehmen wurden auch dazu befragt, welche Nachhaltigkeitsziele sie in den drei Handlungsfeldern Ökonomie, Ökologie und Soziales unterstützen werden. Branchenübergreifend schätzen die Firmen ein, dass sie am ehesten zu den Zielen menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (70 Prozent) sowie Geschlechtergleichstellung (60 Prozent) beitragen können. Klimaschutz und Maßnahmen zum Aufbau einer belastbaren Infrastruktur, Entwicklung einer nachhaltigen Industrie sowie Förderung von Innovationen folgen mit jeweils 57 Prozent an dritter Stelle. Für Industrieunternehmen haben besonders die Ziele rund um den Klimaschutz, sauberes Wasser sowie bezahlbare und saubere Energie Priorität.

Auch beim heutigen Bayerischen CSR-Tag standen die UN-Nachhaltigkeitsziele im Mittelpunkt. In der Diskussion ging es vor allem um die unternehmerischen Chancen und Herausforderungen, die mit ihnen verbunden sind, und wie sie sinnvoll in die Unternehmensstrategie integriert werden können. Tipps zur Umsetzung finden sich in der neuen Broschüre ‚Ein CSR-Praxisleitfaden für kleine und mittelständische ‎Unternehmen in Bayern‘ ‎sowie auf dem begleitendenden Webauftritt http://www.csr.bayern.de. Diese haben der BIHK und das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gemeinsam entwickelt.

Weitere Informationen über die IHK-Umfrage „Die UN-Nachhaltigkeitsziele aus Sicht der Wirtschaft“ sind auf www.ihk-muenchen.de/csr abrufbar.