04.07.2017 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

Wirtschaftsstandort Bad Tölz-Wolfratshausen erhält die Gesamtnote „gut“‎

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© IHK

Die Betriebe im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind mit ihrem Wirtschaftsstandort zufriedener als vor zwei Jahren. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhält der Landkreis die Gesamtnote 2,1 und liegt damit knapp unter dem Wert von 2,0 für ganz Oberbayern. In der Befragung von 2015 lag die Endnote für den Landkreis bei 2,2.

Besseres Breitband, mehr Wohnraum und Fachkräfte gefordert

In der Umfrage bewerten fast vier von fünf Unternehmen ihren Standort als „sehr gut“ oder „gut“. 84 Prozent der ansässigen Unternehmen würden sich noch einmal für ihn entscheiden. Fast ein Drittel gab jedoch an, dass Standortmängel wie die schlechte Breitbandversorgung oder die schlechte Verkehrsinfrastruktur ihr Wachstum bremsen. Am unzufriedensten sind die Unternehmen mit den Grundstückspreisen für Gewerbeflächen, der Anbindung an den Schienengüterverkehr sowie an den Luftverkehr. Ganz oben auf der Wunschliste steht wie bereits 2015 eine bessere Breitbandversorgung.

„Die IHK-Standortumfrage stellt unserem Landkreis – auch im oberbayerischen Vergleich – ein ordentliches Zeugnis aus“, sagt Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen. „Doch besonders vor der mangelhaften Breitbandversorgung in unseren Gewerbegebieten dürfen Politik und Verwaltung nicht die Augen verschlie­ßen. Hier besteht weiterhin großer Handlungs­bedarf. Schnelles Internet wird als Standortfaktor immer wichtiger, vor allem mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft“, so Krämmel. Der Vorsitzende fordert außerdem auch mehr Initiativen zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohn­raum und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.

An der IHK-Standortumfrage beteiligten sich 149 Unternehmen aus dem Landkreis.