21.06.2017 - Landsberg

Wirtschaftsstandort Landkreis Landsberg erhält die Gesamtnote „gut“‎

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Die Betriebe im Landkreis Landsberg sind mit ihrem Wirtschaftsstandort zufriedener als vor zwei Jahren. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhält der Landkreis die Gesamtnote 2,0 und damit dieselbe Bewertung wie ganz Oberbayern. In der Befragung von 2015 lag die Endnote im Landkreis bei 2,1.

Besseres Breitband, mehr Fachkräfte und weniger Bürokratie gefordert

n der Umfrage bewerten 83 Prozent der Unternehmen ihren Standort als „sehr gut“ oder „gut“. 87 Prozent der ansässigen Unternehmen würden sich noch einmal für ihn entscheiden. Fast ein Fünftel gab jedoch an, dass Standortmängel wie fehlender Gewerbegrund oder schlechtes Breitband das Wachstum bremsen. Mit 18,3 Prozent liegt dieser Wert knapp zehn Prozent unter dem oberbayerischen Durchschnitt und ist damit der zweitniedrigste in ganz Oberbayern. Am unzufriedensten sind die Unter­nehmen mit der Anbindung an den Schienengüterverkehr, dem Wohnraumangebot und der Anbindung an den Luftverkehr. Ganz oben auf der Wunschliste steht wie bereits 2015 eine bessere Breitbandversorgung.

„Die IHK-Standortumfrage stellt unserem Landkreis ein ordentliches Zeugnis aus“, sagt Reinhard Häckl, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landsberg am Lech. „Doch dürfen Politik und Verwaltung insbesondere vor der mangelhaften Breitbandversorgung in unseren Gewerbegebieten nicht die Augen verschließen. Hier besteht nach wie vor großer Handlungsbedarf. Schnelles Internet wird als Standort­faktor immer wichtiger, vor allem mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft“, so Häckl. Der Vorsitzende fordert weiterhin Initiativen, die die Verfüg­barkeit von Fachkräften sichern sowie den Bürokratieabbau in den Verwaltungen vorantreiben: „Weniger Bürokratie spart allen Beteiligten Zeit und Geld und verhilft Betrieben und Verwaltungen zu einem reibungsloseren Miteinander. Gleichzeitig darf auch die Digitalisierung vor der Verwaltung nicht Halt machen. Digitale Verfahren beschleunigen Abläufe und Entscheidungsprozesse, so dass die Wirtschaft selber schneller handeln kann.“

An der IHK-Standortumfrage beteiligten sich 123 Unternehmen aus dem Landkreis.