26.05.2017 - Garmisch-Partenkirchen

Wirtschaft im Landkreis Garmisch-partenkirchen bleibt guter Stimmung ‎

Die Wirtschaft im Landkreis bleibt guter Stimmung. Die Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage überwiegend zufrieden: Rund jedes zweite bezeichnet in der aktuellen IHK-Konjunktur­umfrage seine Lage als gut und weniger als jedes ‎zehnte als schlecht. Die Rekordbewertungen zur Geschäftslage vom Jahresbeginn werden jedoch nicht wieder erreicht: Per Saldo sind die Urteile zur Geschäftslage von 54 auf 41 Punkte ‎spürbar gesunken. Allerdings haben die Unternehmen ihre Erwartungen für die kommenden zwölf Monate angehoben.

Unternehmen beklagen Fachkräftemangel als größtes Risiko ‎

Laut Peter Lingg, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Garmisch-Partenkirchen, liefen die Geschäfte damit ‎solide, die Euphorie vom Jahresbeginn sei ‎jedoch verflogen.‎

Bayernweit bewegen sich die Bewertungen der Geschäftslage ‎mit einem Saldo von 51 Punkten hingegen auf einem neuen Höchstniveau. Ein Grund für diesen Unterschied zu Garmisch-Partenkirchen ‎könnte die größere Bedeutung des Tourismus‘ für die Entwicklung des Landkreises als ‎für Bayern insgesamt sein. Die verregneten Faschingsferien kombiniert mit dem ‎nochmals späten Schnee könnten das Tourismusgeschäft belastet haben. ‎

Für die Sommermonate erwarten die Unternehmen jedoch wieder bessere Geschäfte: ‎‎25 Prozent rechnen mit einer Belebung und weniger als jeder zehnte Betrieb mit einer ‎Eintrübung. Per Saldo steigen die Geschäftserwartungen von acht auf 17 Punkte. ‎Trotzdem lassen sie Vorsicht bei ihren Investitionen walten. Nur 27 Prozent ‎möchten ihre Investitionstätigkeit ausweiten, sechs Prozent wollen sie reduzieren und 14 Prozent werden gar nicht investieren.‎

Auch bei den Einstellungen zögern die Unternehmen: 15 Prozent möchten neue Mitarbeiter einstellen, zwölf Prozent müssen Beschäftigung abbauen. Ein Grund für die Zurückhal‎tung könnte der Fachkräftemangel sein: Jedes zweite Unternehmen sieht ‎darin ein Risiko. Wenn die Unternehmen nicht davon ausgehen, neues Personal zu ‎finden, planen sie eher zurückhaltend.‎

Die Wirtschaftspolitik wird von den Unternehmen am zweithäufigsten als Risiko ‎genannt. Rund jeder zweite Betrieb betrachtet sie für die Geschäftsentwicklung als riskant. ‎Neben den diskutierten Einschränkungen der Arbeitsmarktflexibilität wie beispielsweise der Abschaffung der sachgrundlosen Befristung dürfte auch die Energiepolitik für ‎Verunsicherung sorgen: Stetig steigende Energiekosen sind gerade für den Tourismus ‎ein enormer Kostenfaktor. ‎