15.02.2017 - Weilheim - Schongau

Berufsausbildung im Landkreis braucht solides Fundament ‎

© IHK

Die Berufsausbildung und damit verbunden der Neubau der Staatlichen Berufsschule Weilheim standen im Mittelpunkt der Arbeitssitzung des IHK-Regionalausschusses Weilheim-Schongau. Aktuell besuchen 1748 Schü­lerinnen und Schüler den Schulkomplex in der Kerschensteinerstraße, unter ihnen 120 berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge. Schulleiter Burkhard Küster stellte in einem Vortrag die aktuelle Situation in der Einrichtung vor, die ursprünglich für etwa 900 Schüler ausgelegt war. Anschließend gab er einen Ausblick auf die Situation ab April 2021, wenn der Neubau in Nutzung übergeben werden soll, und informierte auch zu den Baukosten. Zu beachten ist dabei, dass eine gewerblich-technische Berufsschule eine Fülle von technischen Spezialräumen und Werkstätten benötigt. An der Berufsschule Weilheim werden Berufe aus 13 verschiedenen Gewerken der Industrie und des Handwerks unterrichtet. „Für den Neubau setzen wir auf eine qualitativ hochwertige, vor allem robuste Ausstattung, die aber nicht über das benötigte Maß hinausgeht“, so Küster.

IHK-Regionalausschuss unterstützt Neubau der Berufsschule Weilheim ‎

Herbert Klein, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses unterstrich die Bedeutung des Berufsschulneubaus: „Der Bildungsstandort Weilheim wird damit erheblich gestärkt und bekommt die Chance, duale Ausbildungsangebote auch künftig erfolgreich anzubieten. Nur mit qualifizierten jungen Menschen – den Fachkräften von morgen – können wir die Zukunft unserer heimischen Betriebe gestalten. Wir brauchen unbedingt diesen Neubau, um unseren Azubis gute Lernbedingungen zu ermöglichen.“

In einer Diskussionsrunde beantwortete Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) die Fragen der anwesenden Unternehmer hinsichtlich der Finanzierung des Neubaus, für den eine Investitionssumme in Höhe von 64,8 Millionen Euro veranschlagt ist.

Im zweiten Teil des Abends stellte Marina Gattinger, Regionalkoordinatorin bei der IHK für München und Oberbayern, das Projekt „IHK-AusbildungsScouts“ vor. Mit dieser Initiative will der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) bis 2018 rund 100.000 Schüler im Freistaat über die Vielfalt der Lehrberufe und die guten Karrierechancen nach einer Ausbildung informieren. Im Landkreis Weilheim-Schongau konnten seit Beginn des Projekts im Frühjahr 2016 bereits 25 Scouts gewonnen werden.

Den Abschluss der Sitzung bildete ein Workshop. Darin tauschten sich die Unternehmer zu den Themen Berufsorientierung, duale Berufsausbildung und Weiterbildung aus und entwickelten Ideen, wie die IHK-Geschäftsstelle, die IHK-Akademie oder der Regionalausschuss in diesen Bereichen wirkungsvoll unterstützen könnten.