03.02.2017 - Landsberg

IHK-Regionalausschuss Landsberg – Digitalisierung ist Top-Thema ‎

ihk_regionalausschuss_workshop_digitalisierung
© IHK

Digitalisierung ist 2017 das Top-Thema auf der Agenda des neu gewählten IHK-Regionalausschusses Landsberg am Lech. Die Breit­bandversorgung, entscheidend für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen und damit ein wichtiger Standortfaktor, stand im Fokus der Arbeits­sitzung am 1. Februar. „Hier drückt die Wirtschaft noch immer der Schuh“, so das Fazit des stellvertretenden Ausschuss-Vorsitzenden Reinhard Scheuermann. Er hatte dazu in den zurückliegenden Wochen zahlreiche Gespräche mit Unter­nehmern geführt.

Wirtschaft braucht dringend bessere Breitbandversorgung ‎

„Hier drückt die Wirtschaft noch immer der Schuh“, so das Fazit des stellvertretenden Ausschuss-Vorsitzenden Reinhard Scheuermann. Er hatte dazu in den zurückliegenden Wochen zahlreiche Gespräche mit Unter­nehmern geführt.

In seinem Bericht zum Breitbandausbau informierte Steffen Kirchner, Breitband­manager am Bayerischen Breitbandzentrum und zuständig für den Landkreis Landsberg, über die von Land und Bund angebotenen Förderprogramme, eingesetzte Technologien und den Status quo des Breitbandausbaus im Land­kreis. Hoffnung für unterversorgte Gewerbe- und Industriegebiete verspricht jetzt das Sonderprogramm „Gewerbegebiete“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. 350 Millionen Euro stehen bundesweit für den Ausbau auf eine Mindestgeschwindigkeit von 1 GBit/s zur Verfügung. Kommunen und Landkreise können Projektanträge einreichen. „Das Thema wird uns ganz sicher nicht nur 2017 sondern auch darüber hinaus noch kräftig in Atem halten“, so Scheuermann. „Als Sprachrohr der regionalen Wirtschaft sind wir in der Pflicht, uns für die bedarfsgerechte Versorgung der Gewerbegebiete gegenüber Politik und Verwaltung einzusetzen. Das werden wir so lange tun, bis das Problem vom Tisch ist.“

Anschließend stellte Bernhard Kux, Referent für Informations- und Kommunika­tionswirtschaft bei der IHK für München und Oberbayern, den Unternehmern die Fördermöglichkeiten im Rahmen des neuen Förderprogramms Digitalbonus.Bayern des bayerischen Wirtschaftsministeriums vor. Dieses bietet Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern finanzielle Unterstützung, damit sie in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und in ihre IT-Sicherheit investieren. Bis 2020 stellt die bayerische Staatsregierung dafür jährlich 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Wie facettenreich sich die Digitalisierung für die Wirtschaft darstellt, das zeigte der die Sitzung beschließende Workshop. In intensiven Gesprächsrunden tauschten sich die Mitglieder des Ausschusses darüber aus, zu welchen digitalen Themen in der Wirtschaft Informationsbedarf besteht, und mit welchen Aktivitä­ten die IHK Unternehmen in dieser Hinsicht sensibilisieren, unterstützen und beraten kann.