Pressemeldung vom 12.10.2020 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

Corona zündet digitalen Turbo in der Arbeitswelt ‎

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© IHK

12.10.2020 - Um die Bedeutung der Tourismuswirtschaft für den Landkreis und welchen Herausforderungen sie sich im Zuge der Coronakrise stellen muss, hat sich der IHK-Regionalausschuss Bad Tölz-Wolfratshausen auf seiner Sitzung im Tölzer Kolberbräu ausgetauscht. Als Gastredner begrüßte Ausschussvorsitzender Reinhold Krämmel den Leiter vom Tölzer Land Tourismus Andreas Wüstefeld.

Krämmel: „Geht’s dem Tourismus gut, profitieren alle davon – Wirtschaft und Gesellschaft“ ‎

Wüstefeld führte in seinem Vortrag vor Augen, wie wichtig sich die Tourismussparte bislang für das Tölzer Land erwiesen hat. Auf 335 Millionen Euro beliefen sich 2019 die Brutto­umsätze, die Gastgewerbe, Einzelhandel und der Dienstleistungssektor dank der Über­nachtungs- und Tagesgäste erzielten konnten. Das ist ein Anstieg um zwölf Prozent im Vergleich zu 2016. Rund 4.700 Arbeitsplätze hängen zwischen Loisach und Isar an diesem Wirtschaftssektor. Umso bitterer wirkt sich die Coronakrise auf die Betriebe und deren Angestellte aus. Allein im März und April dieses Jahres seien 33 Millionen Euro an Umsät­zen verloren gegangen, so Wüstefeld.

Hinzu kommt die angespannte Stimmung in der Bevölkerung, die der Ansturm der Tages­touristen nach den Corona-Lockerungen ausgelöst hat. „Wie wichtig der Tourismus fürs Tölzer Land ist, müssen wir den Menschen viel stärker bewusst machen“, betonte Wüstefeld. Genau darauf ziele die Pro-Tourismus-Kampagne der regionalen Tourismus­organisation ab. Mit dem Slogan „Danke für…“ zum Beispiel „3 Bergbahnen und 24 Skilifte“ oder „über 500 Kilometer Radwege und Radrouten“ wirbt sie derzeit für mehr Wertschät­zung unter den Einheimischen. In großen Lettern ist auf den Plakaten zu lesen, von wie vielen Dingen auch die Landkreisbewohner dank Tourismus profitieren. Das schließe mit ein, dass an Lösungen hinsichtlich Besucherlenkung, Verkehrsleitsystemen und einem gut funktionierenden Parkraummanagement weiter intensiv gearbeitet werden müsse, so der Tourismusverantwortliche.

In der Diskussion äußerten sich Unternehmerinnen und Unternehmer begeistert über die laufende Tourismuskampagne. „Ohne die Bürger vor Ort und ihre Unterstützung kann Tourismus nicht funktionieren, so Vorsitzender Krämmel. Er erinnerte daran: „Jede Krise bietet die Chance für Veränderung und damit auch Wachstum. Die Chance aus Corona für den heimischen Tourismus muss jetzt beherzt ergriffen werden. Mit dem gestiegenen Interesse am ‚Urlaub dahoam‘ können wir vor allem jüngere Menschen, egal ob Singles oder Familien, von den herrlichen Urlaubsmöglichkeiten hierzulande überzeugen und sie hoffentlich fürs Wiederkommen oder Längerbleiben gewinnen.“