Pressemeldung vom 05.03.2020 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

IHK-Ausbildungsbilanz 2019 mit 320 Azubi-Neuverträgen

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Bei den im Landkreis ansässigen Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind 2019 insgesamt 320 Auszubildende ins Berufsleben gestartet. 203 der Neuverträge wurden in kaufmännischen Berufen abgeschlossen, 117 in gewerblich-technischen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Anzahl der Neuabschlüsse konstant, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach Angaben der Agentur für Arbeit waren im Landkreis Ende Oktober 2019 noch über 90 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Krämmel: „Alles dafür tun, um Schulabsolventen für die duale Ausbildung zu begeistern“‎

„Sinkende Zahlen bei den Schulabsolventen führen dazu, dass sich die Ausbildung in einem immer schwierigeren demografischen Umfeld behaupten muss. Die Bereitschaft der Betriebe auszubilden ist dabei ungebrochen hoch. Viele Betriebe setzen angesichts zunehmender Renteneintritte der Baby-Boomer ganz klar auf den Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen. Sie wissen: Ausbildung bedeutet Zukunft“, sagt Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen. „Umso mehr müssen wir auf eine noch bessere Berufsorientierung an den Schulen setzen, müssen Praxisnähe und beste Berufs- und Karriereaussichten als Vorzüge der beruflichen Bildung noch deutlicher in den Vordergrund stellen“, fordert der Wolfratshauser Unternehmer.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr die Industriemechaniker die Liste an, gefolgt von den Einzelhandelskaufleuten. Auf den dritten Platz kommen die Kaufleute für Büromanagement. Bei den Mädchen liegt die Einzelhandelskauffrau an der Spitze, bei den Buben der Industriemechaniker. Insgesamt starteten IHK-Azubis in 57 verschiedenen Berufen von der Automobilkauffrau bis zum Zweiradmechatroniker ihre Ausbildung. Die IHK ist für mehr als 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse zuständig und betreut 250 aktive Ausbildungsbetriebe im Landkreis.