08.10.2019 - Landsberg

Landsberg am Lech schneidet bei Unternehmern sehr gut ab‎

Die Betriebe im Landkreis Landsberg am Lech sind mit ihrem Standort sehr zufrieden. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern verbesserte sich der Wirtschaftsraum leicht auf die Gesamtnote 1,9.

‎IHK-Standortumfrage: Landkreis unter den Top 3-Wirtschaftsstandorten in Oberbayern

Oberbayernweit belegt der Landkreis mit diesem Ergebnis den dritten Platz. Knapp vier von fünf Unternehmen bewerten ihren Standort mit „sehr gut“ oder „gut“. Die Anzahl der Betriebe, die sich nochmals für den Landkreis entscheiden würden, stieg auf 93 Prozent. Damit ist der Landkreis oberbayerischer Spitzenreiter. Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) sagt aber auch, dass Standortmängel sein Wachstum bremsen.

„Ganz oben auf der Wunschliste unserer Betriebe stehen nach wie vor mehr Fachkräfte, mehr bezahlbarer Wohnraum und eine noch unternehmerfreundlichere Verwaltung mit weniger Bürokratie“, sagt Reinhard Häckl, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landsberg am Lech. Als Stärken nennt die Wirtschaft die stabile Energieversorgung, das Image des Standortes sowie loyale und motivierte Mitarbeiter. Überdurchschnittlich gut im oberbayeri­schen Vergleich bewerteten die Betriebe das regionale Straßennetz und seine Anbindung an das Fernstraßennetz. Unzufrieden sind die Unternehmen mit der Anbindung an den Schienengüter- und Luftverkehr und dem Angebot von Wohnraum.

„Unser Landkreis gehört zweifellos zu Oberbayerns Top-Standorten und bietet der Wirtschaft in großen Teilen sehr gute Bedingungen“, kommentiert Häckl. „Fast ein Drittel der Betriebe plant in den nächsten drei Jahren Betriebserweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das ist ein deutliches Signal“, so der IHK-Vorsitzende. „Allerdings zieht der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fachkräfte und Gewerbeflächen weiter an – der Wachstumsdruck und damit auch der Handlungsbedarf nehmen dadurch zu“, sagt Häckl.

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen über 100 Unternehmen aus dem Landkreis, in ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.