08.10.2019 - Weilheim - Schongau

Gute Benotung für Wirtschaftsstandort Weilheim-Schongau

Die Unternehmen im Landkreis Weilheim-Schongau stellen ihrem Standort ein gutes Zeugnis aus. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhielt der Wirtschaftsraum die Gesamtnote 2,0.

‎Handlungsbedarf bei Bürokratieabbau, Fachkräftemangel und Gewerbeflächen

Der Wert hat sich damit gegenüber 2017 (Note 2,2) und 2015 (Note 2,3) erneut verbessert. Er liegt gleichauf mit dem für ganz Oberbayern.

82 Prozent der Unternehmen bewerten ihren Standort mit „sehr gut“ oder „gut“ – ein deutliches Plus von 14 Prozent. Die Anzahl der Betriebe, die sich nochmals für den Landkreis entscheiden würde, stieg von 82 auf 90 Prozent. Allerdings bremsen Standortmängel wie fehlende Gewerbeflächen, Fachkräfte oder auch langwierige Genehmigungsverfahren immer mehr Betriebe in ihrem Wachstum aus. Fast ein Drittel zeigt sich hiervon betroffen. Als Stärken des Standorts nennen die Unternehmen die stabile Energieversorgung, loyale und motivierte Mitarbeiter sowie die medizinische Versorgung. Am unzufriedensten sind sie mit der mangelhaften Anbindung an den Schienengüter- und Luftverkehr sowie mit den Preisen der Gewerbegrundstücksflächen.

„Unser Landkreis bietet der Wirtschaft sehr gute Bedingungen und gehört damit zu den Top-Standorten in Oberbayern“, kommentiert Klaus Bauer, Vorsitzender des IHK-Regio­nalausschusses Weilheim-Schongau, die Ergebnisse. Jeder vierte Betrieb plane in den nächsten drei Jahren Betriebserweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das sei ein deutlich positives Signal, so Bauer. „Allerdings wird der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fachkräfte und Gewerbeflächen weiter anziehen – der Wachstumsdruck nimmt zu. Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sowie um die Bürokratie in der Verwaltung abzubauen, sind dringend erforderlich. Um den Betrieben Entwicklungs­perspektiven aufzuzeigen, brauchen wir außerdem bei den Gewerbeflächen ein aktives und vor allem vorausschauendes Flächenmanagement der Kommunen“, betont der Vorsitzende.

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen aus dem Landkreis über 120 Unternehmen, aus ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.