12.07.2019 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

IHK-Regionalausschuss diskutiert Marschroute für Regionalplanung

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Wie stellt sich das Oberland bestmöglich für die Zukunft auf? Worin liegen die größten Herausforderungen für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, welche Chancen bieten sich? Im Zuge der aktuellen Fortschreibung des Regional­plans durch den Planungsverband Region Oberland, in dem 94 Kommunen aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Miesbach vertreten sind, ist auch die IHK für München und Oberbayern aufgefor­dert, Stellung zu nehmen. Ihr Ziel ist es, Forderungen und Handlungsempfehlungen der heimischen Wirtschaft einzubringen.

Krämmel: „Regionalplan muss ausgewogene Entwicklung der Verkehrsräume vorsehen“‎

Der IHK-Regionalausschuss Bad Tölz-Wolfratshausen diskutierte deshalb auf seiner jüngsten Sitzung, worauf die Planung ihr besonderes Augenmerk legen muss. Der Regionalplan wirke sich erheblich auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Wirtschaft im Landkreis aus, erläuterte IHK-Chef­volkswirt Robert Obermeier.

Zwar richte er sich nicht direkt an Bürger und Unternehmen, die Inhalte werden aber Entwicklung und Wachstum der Wirtschaft indirekt beeinflussen. „Unter anderem wird im Plan festgelegt, ob eine Kommune ein Gewerbegebiet der gewünschten Größe oder ein Vorranggebiet für den Rohstoffabbau ausweisen kann. Mit dem Regional­plan gibt die Politik die Marschroute für die Entwicklung in der ganzen Region vor. Seine Vorgaben sind für die kommunale und öffentliche Planung verbindlich“, so Obermeier. „Die IHK setzt sich dafür ein, dass es auch in Zukunft in jeder Kommune gute Perspektiven für eine gewerbliche Weiterentwicklung gibt. Wir brauchen ein angemessenes Wirtschaftswachstum, um anstehende Probleme lösen zu können“, betonte der Chef-Volkswirt.

Dem stimmte Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen, zu. „Wir müssen nach Kräften unsere Stimme in die Regionalplanung einfließen lassen. Wie gut wir uns zu Gehör bringen, davon hängt ab, wie erfolgreich wir künftig an unseren Standorten arbeiten können.“ Besondere Berücksichtigung erfordere bei der Regionalplanung unbedingt die ausgewogene Weiterentwicklung der Verkehrsräume, so Krämmel weiter. Ein weiteres Thema neben der Mobilität sei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, das ergab die begleitende Diskussion im Regionalausschuss. „Beiden Themen wollen wir uns in den kommenden Monaten verstärkt widmen. Gemeinsam mit Partnern aus der Region und der Politik wollen wir mit passenden Maßnahmen unseren Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten.“ Als beispielhaft dafür nannte Krämmel eine gemein­same Informationsveranstaltung von IHK und Zugspitz-Region zum arbeitgeber­geförderten Bauen, die vor kurzem in Garmisch-Partenkirchen stattgefunden hat.