15.02.2019 - Weilheim - Schongau

‎Azubi-Plus das fünfte Jahr in Folge ‎

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Die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen haben im Landkreis im vergangenen Jahr 524 neue Ausbildungsverträge abgeschlos­sen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Neuverträgen ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber 2017.

Bauer: „Azubis sind beste Investition gegen den Fachkräftemangel“‎

255 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 269 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Zahlen der Arbeits­agentur blieben 184 Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt. Unter den Neu-Azubis im Landkreis sind auch 29 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Sie stehen für über fünf Prozent aller Neuverträge.

„Im Wettbewerb um Auszubildende gibt es keine Verschnaufpause. Um junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, müssen unsere Betriebe im Landkreis auch weiterhin alle Register ziehen, denn nur mit eigenen Azubis können sie im leergefegten Arbeitsmarkt ihren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern“, erläutert Klaus Bauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Weilheim-Schongau. Gemeinsam mit der IHK und Partnern wie dem Wirtschaftsministerium haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemäßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion ‚Elternstolz‘, die ‚Wochen der Ausbildung‘ und die Bildungsmessen. Bauer sieht es als gutes Zeichen, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren. „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege, den Trend zur Akademisierung müssen wir umkehren“, so der Vorsitzende.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr im Landkreis die Einzelhandels­kaufleute gefolgt von Verkäufern und Chemielaboranten. Sowohl bei den Mädchen als auch den Buben liegt die Einzelhandelskauffrau beziehungsweise der Einzelhandels­kaufmann an der Spitze. IHK-Ausbildungsverträge wurden in 59 Berufen von Automobil­kaufmann bis Zerspanungsmechaniker abgeschlossen. Die Zahl der IHK-Ausbildungs­betriebe im Landkreis stieg auf 260.