15.02.2019 - Landsberg

‎Erneut Azubi-Plus im Landkreis

Die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen haben im vergangenen Jahr 392 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Neuverträgen ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber 2017.

Häckl: „Azubis sind beste Investition gegen den Fachkräftemangel“‎

232 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 160 in gewerbli­chen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Zahlen der Arbeitsagentur blieben 107 Lehrstellen mangels Bewerbern unbesetzt. Unter den Neu-Azubis im Landkreis sind auch 25 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Sie stehen für über sechs Prozent aller Neuverträge.

„Im Wettbewerb um Auszubildende gibt es keine Verschnaufpause. Um junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, müssen unsere Betriebe im Landkreis auch weiterhin alle Register ziehen, denn nur mit eigenen Azubis können sie im leergefegten Arbeitsmarkt ihren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern“, erläutert Reinhard Häckl, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landsberg am Lech. Gemeinsam mit der IHK und Partnern wie dem Wirtschafts­ministerium haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemä­ßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion ‚Elternstolz‘, die ‚Wochen der Ausbildung‘ und die Bildungsmessen. Im Hinblick auf den leichten Rückgang bei den Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen im vergangenen Jahr und das bayernweite Azubi-Plus von 2,3 Prozent sagt Häckl: „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege.“

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr im Landkreis die Industriemechaniker, gefolgt von Einzelhandelskaufleuten und Industriekaufleuten. Bei Mädchen liegt nach wie vor die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Industrie­mechaniker. IHK-Ausbildungsverträge wurden in 57 Berufen von Automobilkaufmann bis Zerspanungsmechaniker abgeschlossen. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe im Landkreis stieg auf 238.