23.10.2018 - Weilheim - Schongau

Wirtschaft plädiert für schnellen Bau der Weilheimer ‎Ortsumfahrung ‎

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Weilheims Innenstadt erstickt im Verkehr. Nachdem jahrzehntelang eine Lösung der Stauprobleme entlang der B2-Ortsdurchfahrt auf die lange Bank geschoben wurde, fordert der IHK-Regionalausschuss Weilheim-Schongau eine schnelle Lösung des Problems. „Die Gelder für Planung und Bau einer Orts­umfahrung sind im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehen. Endlich haben wir die Chance, den Wirtschafts-, Pendler- und Durchgangsverkehr aus der Ortsmitte rauszuholen. Es wäre fatal, diese verstreichen zu lassen“, erläuterte Klaus Bauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses auf dessen jüngster Sitzung.

Bauer: „Wirtschaftsverkehr und Pendler müssen raus aus der Staufalle“‎

Bauer schlug vor, dass sich der Ausschuss am geplanten Dialog der Stadt um mögliche Trassenführungen der Ortsumfahrung beteilige, sobald die Gutachten des Staatlichen Bauamts Weilheim dafür vorliegen. Wichtig sei ihm, so der Vorsitzende, ein konstruktives Miteinander aller Parteien. „Die Wirtschaft möchte ihre Stimme an einem Runden Tisch der Stadt einbringen. Eine Lösung, die möglichst viele Befürworter findet, ist im Sinne aller Weilheimer Bürger und Betriebe und natürlich auch der Pendler, die beispielsweise aus dem Landkreis zur Arbeit in unsere Unternehmen kommen. Gleichzeitig eröffnet eine Verkehrs­entlastung auch ganz neue Möglichkeiten, unsere Ortsmitte attraktiver zu gestalten und damit für Einheimische und Besucher aufzuwerten.“

In der Diskussion der Ausschussmitglieder betonte der Weilheimer Unternehmer Hans Medele die Notwendigkeit, über eine Ortsumfahrung die dringend erforderliche Vernetzung der fünf Weilheimer Gewerbegebiete auf den Weg zu bringen. Peter Ostenrieder aus Peiting betonte, wie wichtig die Umfahrung für eine direkte Anbindung aus dem Süden des Landkreises nach München sei. Einigkeit herrschte im Ausschuss darüber, dass egal für welche Trassenführung sich die Stadt entscheiden werde, die Baumaßnahmen wirtschaftsschonend stattfinden müssen. Mehrheitlich erklärten die Unternehmer deshalb einer innerörtlichen Verlegung der B2 in einen offenen Tunnel eine Absage.