31.08.2018 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

Ausbildungsstart für 274 Jugendliche in IHK-Berufen

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Zu Anfang September treten 274 Jugendliche im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen eine Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach ihrer vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Minus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Den Jugendlichen und ihren Ausbildungsbetrieben wünschen wir viel Erfolg auf dem Weg bis zur Abschlussprüfung. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels setzen unsere regionalen Betriebe wie nie zuvor auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs“, sagt Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen.

IHK-Vorsitzender Krämmel: „Noch viele Chancen auf Lehrstellen im Landkreis‎"

Die Wirtschaft im Landkreis hat auch heuer große Mühe, zum Beginn des Ausbildungs­jahrs am 1. September alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Noch sind 303 Lehrstellen im Landkreis frei, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Demnach bleibt bislang mehr als ein Drittel der seit Jahresbeginn gemeldeten Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Zahl der verfügbaren Lehrstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent, das entspricht einem Plus von 61 Angeboten. Krämmel ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter ihre Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch gut in die Ausbildung einsteigen“, sagt der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses.

Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Industriemechaniker, Kaufleute für Büromanagement, Einzelhandelskaufleute, Bankkaufleute und Industriekaufleute. Heuer treten im Landkreis Jugendliche in 47 verschiedenen IHK-Berufen eine Lehre an.

Auch sieben Flüchtlinge gehören zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Insgesamt sind damit 27 Flüchtlinge im Landkreis in Ausbildung. „Ohne sie wäre unsere Ausbildungsbilanz noch einmal schlechter ausgefallen. Sie sind eine wichtige Stütze für die Betriebe, die händeringend Fachkräfte suchen“, sagt Krämmel.

Insgesamt gibt es im Landkreis 250 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie stehen ‎für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter IHK-Lehrstellenbörse zu finden.