31.08.2018 - Garmisch-Partenkirchen

Ausbildungsstart für 257 Jugendliche in IHK-Berufen

Gruppe von glücklichen Studenten mit Lehrer und Tablet Computer in der Universität
© © Robert Kneschke

Zu Anfang September treten 257 Jugendliche im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eine Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach ihrer vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Den Jugendlichen und ihren Ausbildungsbetrieben wünschen wir viel Erfolg auf dem Weg bis zur Abschlussprüfung. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels setzen unsere regionalen Betriebe wie nie zuvor auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs“, sagt Peter Lingg, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Garmisch-Partenkirchen.

IHK-Vorsitzender Lingg: „Noch viele Chancen auf Lehrstellen im Landkreis“‎

Dennoch hat die Wirtschaft im Landkreis auch heuer große Mühe, zum Beginn des Ausbildungsjahrs am 1. September alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Noch sind 235 Lehrstellen im Landkreis frei, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Demnach bleibt bislang mehr als ein Drittel der seit Jahresbeginn gemeldeten Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Zahl der verfügbaren Lehrstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent, das entspricht einem Plus von 28 Angeboten. Lingg ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter ihre Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch gut in die Ausbildung einsteigen“, sagt der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses.

Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Hotelfachleute, Einzelhandels­kaufleute, Köche, Verkäufer und Bankkaufleute. Insgesamt treten im Landkreis Jugendliche in 37 verschiedenen IHK-Berufen eine Lehre an.

Auch elf Flüchtlinge gehören zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Insgesamt sind damit im Landkreis 51 Flüchtlinge in einer IHK-Ausbildung. „Ohne sie wäre unsere Ausbildungsbilanz noch einmal schlechter ausgefallen. Sie sind eine wichtige Stütze für die Betriebe, die händeringend Fachkräfte suchen“, sagt Lingg.

Insgesamt gibt es im Landkreis 211 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie stehen ‎für knapp
60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter IHK-Lehrstellenbörse zu finden.