31.08.2018 - Landsberg

Ausbildungsstart für 344 Jugendliche in IHK-Berufen

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© Michaela Rofeld

Zu Anfang September treten 344 Jugendliche im Landkreis eine Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach ihrer vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Den Jugendlichen und ihren Ausbildungsbetrieben wünschen wir viel Erfolg auf dem Weg bis zur Abschlussprüfung. Angesichts des zunehmenden Fachkräfte­mangels setzen unsere regionalen Betriebe wie nie zuvor auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs“, sagt Reinhard Häckl, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landsberg.

‎IHK-Vorsitzender Häckl: „Noch viele Chancen auf Lehrstellen im Landkreis Landsberg"

Die Wirtschaft im Landkreis hat auch heuer große Mühe, zum Beginn des Ausbildungs­jahrs am 1. September alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Noch sind 196 Lehrstellen im Landkreis frei, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Demnach bleibt bislang mehr als ein Viertel der seit Jahresbeginn gemeldeten Ausbildungsplätze unbesetzt. Häckl ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter ihre Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch gut in die Ausbildung einsteigen“, sagt der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses.

Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Industriemechaniker, Industrie­kaufleute, Einzelhandelskaufleute, Elektroniker für Betriebstechnik und Kaufleute für Büromanagement. Insgesamt treten Jugendliche im Landkreis in 52 verschiedenen IHK-Berufen eine Lehre an, darunter auch im neuen Beruf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“, der seit 1. August als erster vollständig digital ausgerichteter IHK-Ausbildungsberuf existiert. Für diese Ausbildung haben sich in Oberbayern aus dem Stand bisher 47 Azubis entschieden, im Landkreis Landsberg gibt es einen Auszubildenden in dem neuen Beruf.

Auch zehn Flüchtlinge gehören zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Insgesamt sind damit im Landkreis 38 Flüchtlinge in Ausbildung „Ohne sie wäre unsere Ausbildungsbilanz noch einmal schlechter ausgefallen. Sie sind eine wichtige Stütze für die Betriebe, die händeringend Fachkräfte suchen“, sagt Häckl.

Insgesamt gibt es im Landkreis 225 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie stehen ‎für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter IHK-Lehrstellenbörse zu finden.