02.05.2018 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

‎‎21 Azubis stellen ihre Berufe an Schulen im Landkreis vor

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© Goran Gajanin / BIHK

Auch künftig sind die „IHK Ausbildungs­Scouts“ an den Schulen im Landkreis unterwegs. Sie stellen dort Schülerinnen und Schülern ihre Ausbildungsberufe vor. Nach erfolgreicher Zwischenbilanz wird das vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Projekt der bayerischen IHKs zur besseren Berufsorientierung verlängert. Seit Februar 2016 waren im Landkreis insgesamt 21 von der IHK für München und Oberbayern zu Ausbildungsscouts geschulte Azubis an verschiedenen Schulen unterwegs. In den Klassenzimmern stellten sie ihre Lehrberufe und die sehr guten Karrierechancen vor, die eine Berufsausbildung bietet. Dabei kamen sie mit über 340 Schülern in Kontakt.

Über 340 Schüler erreicht / Projekt der „IHK Ausbildungs-Scouts“ wird fortgesetzt

Auf einer Festveranstaltung mit Ausbildungsscouts aus dem ganzen Freistaat übergab Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) in Feldkirchen-Westerham (Lkr. Rosenheim) den Projektförderbescheid für weitere drei Jahre in Höhe von knapp über 900.000 Euro an den Präsidenten des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) Eberhard Sasse. Die verbleibenden 60 Prozent der Projektkosten übernehmen die bayerischen IHKs.

Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen, freut sich, dass das erfolgreiche Projekt fortgesetzt wird: „Vielen kleinen und mittleren Betrieben im Landkreis fehlt der Azubi-Nachwuchs. Der demografische Wandel und der anhaltende Trend zur Akademisierung verschärfen zusätzlich den Mangel an beruflich qualifizierten Fachkräften. Wir müssen deshalb jede Chance nutzen, um Jugendliche auf eine Berufsausbildung neugierig zu machen und um ihnen die damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Was gibt es Besseres, als wenn das auf Augenhöhe unter nahezu Gleichaltrigen passiert?“ „Eine bessere Berufsorientierung an den Schulen ist wichtiger denn je“, betont Krämmel. Sie helfe auch dabei, Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

2017 ist im Landkreis die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und lag bei 342 Neuabschlüssen. Gemäß den Zahlen der Arbeitsagentur blieben 100 Lehrstellen aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2017). Insgesamt konnten 258 IHK-Ausbildungsunternehmen Neuverträge in 51 verschiedenen Berufen abschließen. Die IHK steht für 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.

Kontakt für an der Initiative interessierte Schüler, Schulen und Ausbildungsbetriebe ist
Marina Schütz, IHK-Geschäftsstelle Weilheim, (0881) 925474-29, marina.schuetz@muenchen.ihk.de /
IHK AusbildungsScouts