02.02.2018 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

Azubi-Plus für Ausbildungsunternehmen ‎

Team Of Engineers Having Discussion In Factory

Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen haben im vergangenen Jahr 342 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Ausbildungsverträgen ein Plus von 5,2 Pro­zent gegenüber dem Vorjahr 2016. 222 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 120 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Arbeitsagentur blieben 100 Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2017).

Krämmel: „Im Wettbewerb um Auszubildende gibt es keine Verschnaufpause“‎

„Zwar konnten die IHK-Unternehmen 2017 bei den Ausbildungsverträgen ordentlich punkten, jedoch gibt es für sie im Wettbewerb um jeden einzelnen Azubi keine Ver­schnaufpause. Junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, ist und bleibt das Gebot der Stunde. Deshalb müssen sich auch Wirtschaft und Gesellschaft noch mehr auf die Ausbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere zurückbesinnen. Das betrifft nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer, sondern auch die Bildungspolitik mit ihrem Drang zur Akademisierung. Die Berufsbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaftlichen Stärke“, erläutert Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen. Dafür haben die IHK und Partner wie das Bayerische Wirtschafts­ministerium in den vergangenen Jahren erfolgreiche Kampagnen wie ‚Elternstolz‘ oder die ‚Woche der Ausbildung‘ ins Leben gerufen. Letztere startet dieses Jahr am 26. Februar.

Unter den 342 Neu-Azubis im Landkreis sind heuer auch 16 Jugendliche aus fluchtwahr­scheinlichen Herkunftsländern. Sie stehen für fast fünf Prozent aller Neuverträge. Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen die Einzelhandelskaufleute vor Industriemechanikern und Bürokaufleuten. Es folgen Bankkaufleute und Verkäufer. Bei den Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Einzelhandelskaufmann. Insgesamt konnten die Unternehmen Neuverträge in 51 verschiedenen Berufen abschließen. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe stieg auf 258.