23.10.2017 - Bad-Tölz-Wolfratshausen - Garmisch-Partenkirchen - Miesbach - Weilheim - Schongau

Rekordlaune bei den Unternehmen im Oberland ‎

Stabhochsprung Rekord Konjunktur
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Die Wirtschaft im Oberland ist so guter Stimmung wie noch nie. Wie aus der Herbst-Umfrage der IHK für München und Oberbayern hervorgeht, liegt der IHK-Konjunkturindex für die Landkreise Bad Tölz-Wolfrats­hausen, Miesbach, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau bei einem Spitzenergebnis von 136 Punkten. Damit wurde der bisherige Höchststand von Frühjahr 2011 um einen Punkt übertroffen.

Fachkräftemangel fordert Wirtschaft weiter heraus / Ein Drittel plant Investitionen‎

Wie Peter Lingg, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Garmisch-Partenkirchen erklärt, schätzen 62 Prozent der befragten Betriebe ihre Situation als „gut“ ein, nur fünf Prozent äußerten sich damit unzufrieden. Ein Ende der guten Stimmung ist nicht in Sicht. Rund jedes vierte Unternehmen rechnet mit einer weiteren konjunkturellen Belebung, weniger als zehn Prozent erwarten eine Eintrübung. Mit 18 Punkten im Saldo sind die Geschäftserwartungen doppelt so hoch wie bei der Befragung im Herbst 2016. Damit dürfte das Jahr 2018 konjunkturell noch besser verlaufen als das aktuelle. Angesichts dieser sonnigen Aussichten fordert Vorsitzender Lingg: „Wir müssen den aktuellen Boom nutzen und Investitionen in unsere Zukunft tätigen, zum Beispiel in unsere Verkehrsinfrastruktur oder in flächendeckend verfügbares, schnelles Funk- und Breitbandnetz. Das erfordert aber auch gleichzeitig, dass die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.“

Um weiteres wirtschaftliches Wachstum zu stemmen, plant fast jeder dritte Betrieb mehr Investitionen und jeder fünfte Betrieb will neue Arbeitsplätze schaffen. Angesichts der guten Finanzierungsbedingungen – nur sieben Prozent der Unternehmer stufen die Finanzierung als ein Risiko ein, so wenige wie noch nie – steht einer Investitionsbelebung nichts im Wege. Beim Personalausbau wird sich die Situation hingegen schwieriger gestalten. So bezeichnen 53 Pro­zent der Befragten den aktuellen Fachkräftemangel das ihr größtes Geschäftsrisiko. 44 Prozent gaben sogar an, offene Stellen schon längerfristig nicht besetzen zu können. Doch es fehlen nicht nur die Fachkräfte, sondern sie werden auch immer teurer. Vier von zehn Betrieben sehen daher in den steigenden Arbeitskosten ein weiteres Risiko. Spürbar zugenommen haben auch die wirtschaftspolitischen Bedenken in der Region. Hier sind die Sorgen im Oberland größer als im bayernweiten Vergleich. 46 Prozent sehen darin ein Risiko.