19.06.2017 - Berchtesgadener-Land

Berchtesgadener Land schneidet bei Unternehmern gut ab

Die Zufriedenheit der Betriebe im Berchtesgadener mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat zugenommen. In der offiziellen Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhält der Landkreis die Gesamtnote 2,2. Bei der letzten Erhebung 2015 gab es noch die Note 2,3.

Leichte Verbesserung für den Landkreis bei IHK-Standortumfrage

Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Berchtesgadener Land, ist überzeugt: „Die Betriebe stellen dem Landkreis ein ordentliches Zeugnis aus. Acht von zehn Unternehmer würden sich wieder für den Standort entscheiden – das ist ein deutliches Bekenntnis“. Zurücklehnen, so Wagner, dürfe man sich aber nicht: „Es gibt noch einiges zu tun. Ein dynamischer Wirtschaftsraum lebt von einem guten Angebot an flexiblen Gewerbeflächen und qualifizierten Fachkräften. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Unternehmen hier noch nicht zufrieden sind“. Handlungsbedarf besteht weiterhin bei der Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum. „Die Lösungsmöglichkeiten liegen auf der Hand: Bauland mobilisieren, Baukosten reduzieren und die Verfahren beschleunigen“, so die Unternehmerin.

In der Umfrage bewerten rund drei Viertel der Unternehmen den Standort als „gut“ oder „sehr gut“. Mehr als jedes dritte Unternehmen gab jedoch an, dass Standortmängel wie fehlende Gewerbeflächen oder langwierige Genehmigungsverfahren ihr Wachstum bremsen. Wenig zufrieden sind die Unternehmen mit der fehlenden Nähe zu Forschungseinrichtungen, was sich in einem fehlenden Innovationstransfer artikuliert. Hinzukommt die Anbindung an den Schienengüterverkehr sowie das Angebot an Gewerbeflächen- und Immobilien. Mit der Breitbandversorgung sind die Unternehmer zufriedener als 2015, „die letzten weißen Flecken in der Versorgung können jetzt geschlossen werden“, betont Wagner. Als Stärken bewerteten die Unternehmen unter anderem die Energieversorgung und das regionale Straßennetz. Als Stärken bewerteten die Unternehmen unter anderem die Energieversorgung und das regionale Straßennetz.

An der repräsentativen Standortumfrage beteiligten sich über 100 Unternehmen aus dem Landkreis. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.ihk-muenchen.de/rosenheim/ abrufbar.