Pressemeldung vom 05.03.2020 - Miesbach

Weniger Azubi-Neuverträge im Landkreis Miesbach

People on starting line. Group of young people are standing on starting line and are looking forward while isolated on white.

In Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis Miesbach sind 2019 insgesamt 282 Auszubildende ins Berufsleben gestartet. 214 der Neuverträge wurden in kaufmännischen Berufen abgeschlossen, 68 in gewerblich-technischen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Neuabschlüsse um 3,8 Prozent, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Hauptgrund dafür dürfte die rückläufige Anzahl von Schulabsolventen der allgemeinbildenden Schulen sein. Nach Angaben des Kultusministeriums ging diese 2019 in Oberbayern um 1,8 Prozent zurück. Bei Absolventen mit mittlerem Schulabschluss lag das Minus sogar bei 3,0 Prozent. Nach Angaben der Agentur für Arbeit waren im Landkreis Ende Oktober 2019 noch 85 Ausbildungsplätze unbesetzt.

IHK-Ausbildungsbilanz 2019: Weniger Schulabsolventen, weniger Ausbildungsanfänger

„Die Ausbildung muss sich in einem immer schwierigeren demografischen Umfeld behaupten. Gleichzeitig ist die Bereitschaft der Betriebe auszubilden im Landkreis erneut gewachsen. Viele Betriebe setzen angesichts stark steigender Renteneintritte der Baby-Boomer-Generation ganz klar auf den Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen. Sie wissen: Ausbildung bedeutet Zukunft“, sagt Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regional­ausschusses Miesbach. „Umso mehr müssen wir auf eine noch bessere Berufsorientie­rung an den Schulen setzen, müssen Praxisnähe und beste Berufs- und Karriereaussich­ten als Vorzüge der beruflichen Bildung noch deutlicher in den Vordergrund stellen“, fordert die Vorsitzende.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr die Hotelfachleute die Liste an, gefolgt von den Köchen. Auf den dritten Platz kommen die Einzelhandelskaufleute. Bei Mädchen liegt die Hotelfachfrau an der Spitze, bei den Buben der Koch. Insgesamt starteten IHK-Azubis in 48 verschiedenen Berufen vom Automobilkaufmann bis zum Zerspanungs­mechaniker. Die IHK ist für mehr als 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse im Landkreis zuständig. Die Anzahl der aktiven IHK-zugehörigen Ausbildungsbetriebestieg auf 228.