08.10.2019 - Traunstein

Landkreis Traunstein bleibt ein gutes Pflaster für Unternehmen ‎

Die Zufriedenheit der Betriebe im Landkreis Traunstein mit den wirtschaft­lichen Rahmenbedingungen bleibt weiter auf hohem Niveau. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern hat der Landkreis die Gesamtnote 2,2 erhalten, unverändert zur vorherigen Umfrage vor zwei Jahren.

‎IHK-Standortumfrage: Handlungsbedarf vor allem bei Fachkräften und Breitband

Zwei Drittel der Unternehmen bewerten den Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Noch einmal für den Landkreis würden sich 82 Prozent der ansässigen Betriebe entscheiden. Allerdings sagt mehr als jedes dritte Unternehmen (35 Prozent), dass Standortmängel das Wachstum bremsen.

„Die Betriebe stellen dem Landkreis ein ordentliches Zeugnis aus“, sagt Nikolaus Binder, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Traunstein. „Aber es gibt etliche Hausauf­gaben: Ganz oben auf der Wunschliste unserer Betriebe stehen mehr Fachkräfte, eine bessere Breitbandversorgung und unternehmensfreundlichere Verwaltungen“, so Binder. Schlechte Noten geben die Unternehmen für die Anbindungen an den Schienengüter- und Luftverkehr sowie für fehlende Innovationsnetzwerke. Auch beim Standort- und Tourismus­marketing und dem Gewerbeflächenangebot sehen viele Betriebe Verbesserungspotenzial. Als Stärken nennt die Wirtschaft die Energieversorgung, loyale und motivierte Mitarbeiter sowie das regionale Straßennetz. Gute Noten gibt es auch für das Freizeit- und Sport­angebot sowie die medizinische Versorgung.

„Im Mix aller Standortfaktoren bietet unser Landkreis zum Großteil sehr gute Bedingungen“, kommentiert Binder. „Fast 30 Prozent der Betriebe planen in den nächsten drei Jahren Betriebserweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das ist ein starkes Zeichen“, so der IHK-Vorsitzende. „Allerdings wird der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fach­kräfte und Gewerbeflächen immer intensiver – der Handlungsbedarf nimmt dadurch zu“, sagt Binder.

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen aus dem Landkreis rund 130 Unternehmen, aus ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.