27.10.2016 - Traunstein

Neues Arbeitsprogramm für die IHK in Traunstein ‎

Standortentwicklung, Tourismus, Ausbildung und Integration: Diese Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt der Arbeit des neuen IHK-Regional-ausschusses Traunstein. Vorsitzender Nikolaus Binder schaut zuversichtlich auf die kommenden fünf Jahre: „Mit frischen Wind wollen wir weiterhin die Interessen der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit vertreten.“

Binder: „Zukunft der Innenstädte darf nicht dem Zufall überlassen werden.“‎

Besonders bewegt die Unternehmer im Landkreis die Zukunft der Innenstädte. „Es darf nicht dem Zufall überlassen, in welche Richtung sich die Ortszentren mit dem Einzelhandel entwickeln. Die Kommunen benötigen die Expertise der Unternehmen“, erklärt der Traunsteiner Unternehmer.

Ein weiterer Faktor für den stationären Einzelhandel ist der zunehmende E-Commerce. „Wie wirkt sich Onlinehandel auf die Geschäftsstrukturen vor Ort aus? Diese Antworten wollen wir als Regionalausschuss gemeinsam mit den Experten der IHK erörtern.“

Eine Herzensangelegenheit für die IHK bleibt die duale Ausbildung. Binder will mit seinen Kollegen neue Akzente setzen: „Praxiserfahrung, Verantwortung, Gehalt und ‎ausgezeichnete Perspektiven: Das sind unsere starken Botschaften an Jugendliche, Eltern und Lehrer. Den Dialog mit den Schulen wollen und müssen wir aber intensiveren.“ Rund 370 Lehrstellen konnten zu Beginn des Ausbildungsjahres nicht besetzt werden.

Engagement wollen die Betriebe zudem bei der Integration von Flüchtlingen übernehmen. „Die Unternehmen haben bisher sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Vom gemeinsamen Austausch und der Expertise der neuen IHK-Integrationsberater können deshalb alle sehr profitieren. Uns allen ist bewusst: Bei dieser Aufgabe müssen Wirtschaft, Bürger und Politik an einem Strang ziehen. Wir sind bereit dafür“, ist sich Binder sicher.

Gespannt sind die Mitglieder im Ausschusses schließlich auf die neue IHK-Studie zum Tourismus in Oberbayern. Binder erklärt: „Die Ergebnisse werden wir ausführlich mit unseren Kollegen in Berchtesgaden und Rosenheim analysieren. Von unserem Ziel weichen wir nicht ab: Weg von der Kirchturm-Politik und hin zu einer besseren Vernetzung der Angebote und Ressourcen.“