15.02.2019 - Miesbach

‎Deutliches Plus bei Azubi-Neuverträgen ‎

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Die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis haben im vergangenen Jahr 293 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Neuverträgen ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2017.

Reindl: „Azubis sind beste Investition gegen den Fachkräftemangel“‎

227 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 66 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Zahlen der Arbeitsagentur blieben 83 Lehrstellen aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt. Unter den Neu-Azubis im Landkreis sind auch 16 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Sie stehen für über fünf Prozent aller Neuverträge.

„Im Wettbewerb um Auszubildende gibt es keine Verschnaufpause. Um junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, müssen unsere Betriebe im Landkreis auch weiterhin alle Register ziehen, denn nur mit eigenen Azubis können sie im leergefegten Arbeitsmarkt ihren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern“, erläutert Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach. Gemeinsam mit der IHK und Partnern wie dem Wirtschaftsministerium haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemäßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion ‚Elternstolz‘, die ‚Wochen der Ausbildung‘ und die Bildungsmessen. Reindl sieht es als gutes Zeichen, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren. „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege, den Trend zur Akademisierung müssen wir umkehren“, so die Vorsitzende.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr im Landkreis die Einzelhandels­kaufleute gefolgt von Hotelfachleuten und Köchen. Bei Mädchen liegt die Hotelfachfrau an der Spitze, bei den Buben der Koch. IHK-Ausbildungsverträge wurden in 50 Berufen von Automobilkaufmann bis Zerspanungsmechaniker abgeschlossen. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe im Landkreis stieg auf 219.