19.08.2016 - Bad-Tölz-Wolfratshausen - Garmisch-Partenkirchen - Landsberg - Miesbach - Weilheim - Schongau

‎‎89 Azubis aus Fluchtregionen im bayerischen Oberland und Landsberg am Lech

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Die Betriebe in der Region beschäftigen 89 Auszubildende aus Fluchtherkunftsländern: 31 im Landkreis Weilheim-Schongau, 10 im Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen, 18 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, 19 im Landkreis Miesbach und 11 im Landkreis Landsberg am Lech.

IHK-Integrationsteam unterstützt Unternehmen bei Ausbildung von Flüchtlingen

Von diesen Ausbildungsverträgen in Industrie, Handel und Dienstleistungen wurden 30 seit Beginn des Jahres geschlossen. Dies geht aus der aktuellen Ausbildungsstatistik der IHK für München und Oberbayern zum 31. Juli hervor. „Die kleinen und mittelständischen Betriebe leisten trotz aller bürokratischen Hürden einen großen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen. Sie kommen damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung vorbildlich nach“, sagt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Die Bereitschaft der Unternehmen, Flüchtlinge auszubilden, dürfte aus Sicht der IHK noch zulegen. „Das neue Bundesintegrationsgesetz gibt den Betrieben nun endlich die nötige Rechts- und Planungssicherheit, weil es das von den bayerischen IHKs vorgeschlagene ‚3+2-Modell‘ enthält: Das bedeutet, Flüchtlinge können ihre Ausbildung unabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens abschließen und weitere zwei Jahre in Deutschland bleiben“, erklärt der IHK-Chef. „In Bayern haben wir mit den zweijährigen Berufsintegrationsklassen an den Berufsschulen ein ideales Instrument, um jugendliche Flüchtlinge sprachlich, fachlich und kulturell auf eine Ausbildung vorzubereiten“, so Driessen. Wegen des zunehmenden Bewerbermangels waren im vergangenen Jahr in Oberbayern Tausende Lehrstellen unbesetzt geblieben.

Die IHK für München und Oberbayern hat ebenfalls ein Integrationsteam mit vier Beratern und zwei Koordinatoren aufgebaut, das Betrieben bei der Ausbildung von Flüchtlingen als Lotse zur Seite steht. Das Beraterteam informiert zu allen praktischen, rechtlichen und interkulturellen Fragen vor, während und nach der Ausbildung, unter anderem zu Anerkennungsverfahren sowie Förder- und Begleitmöglichkeiten.

Die Experten helfen zudem beim Einstieg junger Geflüchteter ins Berufsleben und stehen dazu im engen Kontakt mit Ansprechpartnern der Agentur für Arbeit, Jobcenter und Berufsschulen in ganz Oberbayern. Herr Amadou Ndiaye betreut als Integrationsberater die Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad-Tölz-Wolfratshausen sowie Landsberg am Lech und ist telefonisch unter 089 5116-2051 sowie per E-Mail an amadou.ndiaye@muenchen.ihk.de erreichbar. Der Landkreis Miesbach wird von Frau Stefanie Gutzeit betreut: 089 5116-2056 und stefanie.gutzeit@muenchen.ihk.de.

Für die Auswertung der Ausbildungsstatistik wurden die Nationalitäten der Haupt-Fluchtherkunftsländer laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) analysiert. Der Aufenthaltsstatus eines Auszubildenden wird von der IHK nicht erfasst. Die meisten Auszubildenden aus Fluchtherkunftsländern kommen aus dem Kosovo (24), gefolgt von Afghanistan (14), Albanien (9), Serbien (8) und Bosnien und Herzegowina (7). Aus Syrien verzeichnet die IHK bislang 5 Auszubildende.