02.05.2018 - Miesbach

‎193 Azubis stellen ihre Berufe an Schulen vor

ihk_ausbildungsscouts_mit_staatsminister_pschierer

Auch künftig sind die „IHK Ausbildungs­Scouts“ an den Schulen im Landkreis unterwegs. Sie stellen dort Schülerinnen und Schülern ihre Ausbildungsberufe vor. Nach erfolgreicher Zwischenbilanz wird das vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Projekt der bayerischen IHKs zur besseren Berufsorientierung verlängert. Seit Februar 2016 waren in Südostbayern insgesamt über 190 von der IHK für München und Oberbayern zu Ausbildungsscouts geschulte Azubis an 29 Schulen unterwegs. In den Klassenzimmern stellten sie ihre Lehrberufe und die sehr guten Karrierechancen vor, die eine Berufsausbildung bietet. Dabei kamen sie mit über 3.000 Schülern in Kontakt.

Über 3.000 Schüler erreicht / Projekt der „IHK Ausbildungs-Scouts“ wird fortgesetzt

Auf einer Festveranstaltung mit Ausbildungsscouts aus dem ganzen Freistaat übergab Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) in Feldkirchen-Westerham (Lkr. Rosenheim) den Projektförderbescheid für weitere drei Jahre in Höhe von knapp über 900.000 Euro an den Präsidenten des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) Eberhard Sasse. Die verbleibenden 60 Prozent der Projektkosten übernehmen die bayerischen IHKs.

Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach, freut sich, dass das erfolgreiche Projekt fortgesetzt wird: „Vielen kleinen und mittleren Betrieben im Landkreis fehlt der Azubi-Nachwuchs. Der demografische Wandel und der anhaltende Trend zur Akademisierung verschärfen zusätzlich den Mangel an beruflich qualifizierten Fachkräften. Wir müssen deshalb jede Chance nutzen, um Jugendliche auf eine Berufsausbildung neugierig zu machen und um ihnen die damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Was gibt es Besseres, als wenn das auf Augenhöhe unter nahezu Gleichaltrigen passiert?“ „Eine bessere Berufsorientierung an den Schulen ist wichtiger denn je“, betont Reindl. Sie helfe auch dabei, Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

2017 ist im Landkreis die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und lag bei 279 Neuabschlüssen. Gemäß den Zahlen der Arbeitsagentur blieben 119 Lehrstellen aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2017). Insgesamt konnten 209 IHK-Ausbildungsunternehmen Neuverträge in 53 verschiedenen Berufen abschließen. Die IHK steht für 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.

Kontakt für an der Initiative interessierte Schüler, Schulen und Ausbildungsbetriebe ist Martina Rudolf, IHK-Geschäftsstelle Rosenheim, (08031) 2308-230, martina.rudolf@muenchen.ihk.de / IHK AusbildungsScouts