02.02.2018 - Miesbach

Weniger Azubis in IHK-Ausbildungsunternehmen ‎

industrieazubis_fotolia_46946058_ehrenberg_bilder
© ehrenberg-bilder / fotolia

209 Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen konnten im vergangenen Jahr im Landkreis 279 neue Ausbildungsverträge abschließen. 202 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 77 in gewerblichen Ausbildungs­berufen unterzeichnet, so die IHK für München und Oberbayern. Laut Arbeitsagentur blieben 119 Lehrstellen aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2017). Das sind über 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Während oberbayernweit die Zahl der Ausbildungsverträge bei IHK-Mitgliedsunternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf fast 16.900 anwuchs, musste der Landkreis ein leichtes Minus von 1,8 Prozent verzeichnen.

Reindl: „Keine Verschnaufpause im Dauerwettbewerb um Fachkräftenachwuchs“‎

„Im Wettbewerb um Azubis gibt es keine Verschnaufpause. Inzwischen müssen Betriebe das ganze Jahr über um ihren Fachkräftenachwuchs werben. Viel Überzeugungsarbeit ist notwendig, um junge Leute für die duale Berufsausbildung zu begeistern. Wir alle müssen uns deshalb mehr denn je auf die Ausbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere besinnen. Das gilt für Schüler, Eltern, Lehrer und die Bildungspolitik gleicher­maßen. Die Berufsausbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaft­lichen Stärke“, erläutert Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach. Dafür haben die IHK und Partner wie das Bayerische Wirtschaftsministerium in den vergangenen Jahren erfolgreiche Kampagnen wie ‚Elternstolz‘ oder die ‚Woche der Ausbildung‘ ins Leben gerufen. Heuer startet diese am 26. Februar.

Unter den 279 Neu-Azubis im Landkreis sind in diesem Jahr auch 15 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis die Hotelfachleute vor den Köchen und Einzelhandelskaufleuten. Es folgen Industrie- und Bürokaufleute sowie Verkäufer. Bei den Mädchen liegt die Hotelfachfrau an der Spitze, bei den Buben der Koch. Insgesamt konnten die Unternehmen Neu­verträge in 53 verschiedenen Berufen abschließen.