18.11.2016 - Dachau - Ebersberg - Erding-Freising - Fürstenfeldbruck - Landkreis München - Landsberg - Starnberg

Region München bleibt Wachstumsmotor

industrie_1

Nach dem starken Jahresbeginn gehen die Unternehmen in der Region München auch in guter Verfassung in den Jahresendspurt. Mit 129 Punkten liegt die Stimmung gemessen am IHK-Konjunkturindex auf unverändert hohem Niveau. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern in den Landkreisen Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, ‎München, Starnberg sowie in der Landeshauptstadt München.

Investitionen und Einstellungen nehmen weiter zu / Dauerrisiko Wirtschaftspolitik

Bei der Bewertung der Geschäftslage erreicht die Region ein Rekordniveau: 51 Prozent der Unternehmer bezeichnen ihre Lage als „gut“, nur knapp 10 Prozent der Betriebe sind hingegen mit dem Status Quo unzufrieden. Mit einem Saldo von 41 Punkten wird der bisherige Rekord vom Jahresbeginn 2012 nur knapp verfehlt. „Niedrige Zinsen, steigende Einkommen und günstige Rohstoffpreise schieben die Konjunktur weiter an. Die Unternehmen sind daher derzeit überaus zufrieden“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.

Obwohl das Ausgangsniveau sehr hoch ist, rechnen 27 Prozent mit einer noch besseren Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Fast zwei Drittel der Unternehmen erwarten stabile Geschäfte. Nur knapp jedes Zehnte rechnet mit einer Eintrübung. Damit bleiben die Betriebe ähnlich optimistisch wie zuletzt. Untermauert wird diese Einschätzung durch die Planungen bei Investitionen und Personal. Mehr Unternehmen als im Frühjahr beabsichtigen eine Erhöhung ihrer Ressourcen für Investitionen und Personal. Per Saldo klettern sowohl die Einstellungs- als auch die Investitionsbereitschaft auf den höchsten Stand seit zwei bzw. drei Jahren.

Knapp über die Hälfte der Unternehmer sehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen jedoch als Gefahr für die eigene Entwicklung. „Die Politik wird immer mehr zum Dauerrisiko: Zunehmende Bürokratie, die Geldpolitik der EZB, eine hohe Steuerbelastung sowie internationale Spannungen wie in der Türkei oder durch das Brexit-Votum verunsichern die Unternehmen“, gibt der IHK-Chef zu bedenken. Deutlich von 40 auf 45 Prozent angestiegen ist zudem die Zahl der Unternehmer, die im Fachkräftemangel ein Geschäftsrisiko sehen. Driessen beklagt: „Fehlende Fachkräfte werden für immer mehr Unternehmen zu einer Wachstumsbremse“ .