01.08.2016 - Dachau

IHK präsentiert Arbeitsprogramm für den Regionalausschuss Dachau

Standortpolitik, Verkehr und Infrastruktur – diese Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt der Arbeit des neuen IHK-Regionalausschuss Dachau. In der IHK-Standortumfrage 2015 hat der Landkreis mit der Schulnote 2,1 überaus gut abgeschlossen. Trotzdem sieht die IHK-Regionalvertretung weiteres Potential.

Forderung nach kreativen Lösungen im Wohnungsbau / Politik und Verwaltung beraten

Peter Fink, Vorsitzender des Ausschusses, schaut sehr zuversichtlich auf die kommenden fünf Jahre: „10 von 17 Ausschuss-Mitglieder sind neu gewählt –
mit diesem frischen Wind in den Segeln werden wir für die Wirtschaft des Landkreises Dachau viel bewegen.“ Konkret will sich der Regionalausschuss beispielswiese für bessere ÖPNV-Verbindungen in die Gewerbegebiete einsetzen und eine Bestandsaufnahme zu den Park-and-Ride-Flächen durchführen. „Die Menschen müssen ihre Arbeitsplätze in möglichst kurzer Zeit und stressfrei erreichen“, ist Fink überzeugt.

In der Standortpolitik setzt der Ausschuss auf vielfältig nutzbare Gewerbegebiete. Die Wirtschaftsvertreter fordern eine möglichst breite Branchenvielfalt, damit sich sowohl Handel als auch Dienstleistungen, Gewerbe und Industrie ansiedeln können. Zudem wollen sie mit dem Landratsamt und den Kommunen über ein übergeordnetes Gewerbeflächen-Konzept für den gesamten Landkreis sprechen. Mit seinen Kollegen macht sich Fink deshalb für eine bessere interkommunale Zusammenarbeit stark.

Doch auch die Wohnbaupolitik ist Teil der Agenda. Der Regionalausschuss fordert die Kommunen auf, neue und kreative Lösungsansätze auf den Weg zu bringen. Dazu zählt laut Fink auch die Kombination von Wohnen mit unterschiedlichen Nutzungen, beispielsweise mit Handel, Gewerbe oder Sport unter einem Dach.

Für den Regionalausschuss gehört bezahlbarer Wohnraum genauso wie gute Verkehrsanbindungen zur Grundvoraussetzung, um als Wirtschaftsstandort attraktiv zu sein. Vor allem der Fachkräftemangel könnte sich ansonsten noch weiter verschärfen. Laut IHK-Fachkräftemonitor fehlten im März 2016 allein in der Region München über 37.000 qualifizierte Mitarbeiter. Davon ist auch der Landkreis Dachau betroffen.

„Politik und Verwaltung beraten und Ansprechpartner für die Unternehmen und Bürger sein: So sehen wir unsere Rolle als Regionalausschuss. Die Unter-nehmen in unserer IHK-Vertretung verfügen über vielfältige Fachkompetenzen. Diese wollen wir für die Wirtschaft und das Allgemeinwohl einbringen“, so Fink.