07.07.2017 - Landkreis München

Landkreis München bleibt Export-Spitzenreiter

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© Jan Becke

Die Industriebetriebe im Landkreis München erzielten im vergangenen Jahr 67,8 Prozent ihrer Umsätze im Ausland – so viel wie in keinem anderen oberbayerischen Landkreis. Der Exportanteil im verarbeitenden Gewerbe stieg um 0,8 Prozent, so die IHK für München und Oberbayern. 2015 lag der Anteil gemäß den Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik bei 67,0 Prozent.

Leicher: „Unternehmen bauen auf Importe und Exporte als Erfolgsfaktoren“‎

Insgesamt lieferten die Industriebetriebe aus dem Landkreis im vergangenen Jahr ‎Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro in andere Länder. Das ist ein Plus von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Auslandsmärkte gewinnen für die Unternehmen zunehmend an Bedeutung und werden immer besser erschlossen“, erklärt Christoph Leicher, Vorsitzender des Regionalausschusses München (Landkreis). „Für ihre wirtschaftliche Weiterentwicklung bauen viele Mittelständler auf den Außenhandel. Denn Importe und Exporte sind wichtige Erfolgsfaktoren. Um es auf den Punkt zu bringen: Auf freien Handel können wir nicht verzichten“, so der Kirchheimer Unternehmer. Diese Meinung teilt auch Peter Klaus, Geschäftsführer von Eurofactor aus Oberhaching: „Der freie Handel gehört zu einer starken Industrie und Wirtschaft genauso dazu wie die individuelle Freiheit jedes Einzelnen, in einer offenen Gesellschaft Geschäfte zu machen mit wem man möchte und zu reisen wohin man will.

Leicher verweist in diesem Zusammenhang auf den Exportpreis Bayern 2017, der in diesem Jahr zum elften Mal vergeben wird. Noch bis zum 31. Juli können sich ‎Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern bewerben. Der Wettbewerb wird von den bayerischen IHKs ‎und Handwerkskammern unter Federführung des Wirtschafts­ministeriums organisiert. Mehr Informationen unter ‎www.exportpreis-bayern.de.

Die gesamtbayerischen Exportschlager waren auch 2016 Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse. Wichtigste Exportmärkte des Freistaats sind die USA, China und Großbritannien. Insgesamt bleiben die Länder der Europäischen Union mit einem Anteil von knapp 57 Prozent die wichtigste Zielregion für bayerische Exporte. In ganz Bayern liegt die Exportquote des Verarbeitenden Gewerbes unverändert bei 52,3 ‎Prozent, in Oberbayern bei 57,1 Prozent.