29.06.2017 - Ebersberg

Landkreis Ebersberg bleibt gutes Pflaster für Unternehmen

Die Zufriedenheit der Betriebe im Landkreis Ebersberg mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt weiterhin hoch. In der offiziellen Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhält der Standort die Gesamtnote 2,0 und bestätigt somit die starke Bewertung aus dem Jahr 2015.

Region hält Gesamtnote 2,0 in aktueller IHK-Standortumfrage

Sonja Ziegltrum-Teubner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Ebersberg, ist überzeugt: „Die Betriebe stellen dem Landkreis ein ordentliches Zeugnis aus. Fast 85 Prozent der Unternehmen würden sich wieder für den Standort entscheiden, ein tolles Bekenntnis für unsere Region. Das kann sich sehen lassen“. Zurücklehnen, so die Parsdorfer Unternehmerin, dürfe man sich aber nicht. Den größten Handlungsbedarf gibt es bei der Breitband-Versorgung. „Schnelles Internet ist ein Muss für die Betriebe – unabhängig von Branche und Betriebsgröße. Auch zwei Jahre nach der letzten Umfrage sind die Unternehmen bei diesem Thema alles andere als zufrieden. Zudem müssen die Fortschritte bei den Übertragungsraten in den Förderprogrammen der öffentlichen Hand für Wirtschaft und Kommunen berücksichtigt werden“, erklärt Ziegltrum-Teubner.

Mehr Bewegung brauche es außerdem bei den Dauerbrennern Gewerbeflächen und bezahlbarer Wohnraum. „Stillstand in der Weiterentwicklung ist für uns Unternehmer keine Option. Ein dynamischer Wirtschaftstraum benötigt deshalb auch flexible Gewerbeflächen“, so die Vorsitzende des Ebersberger Regionalausschusses. In der Umfrage bewerten acht von zehn Betrieben den Standort mit „gut“ oder „sehr gut“. Jedoch berichten 30 Prozent über Wachstumsverzögerungen aufgrund von Standortmängeln – ein deutlicher Zuwachs von sieben Prozent gegenüber 2015. Hürden für die Entwicklung sind dabei vor allem fehlende Gewerbeflächen und langwierige Genehmigungsverfahren. „Das ist ein Weckruf, sich nicht auf der sehr guten Situation auszuruhen“, ist Ziegltrum-Teubner überzeugt.

Als Stärken werden unter anderem die Anbindung an das Fernstraßennetz sowie das regionale Straßeninfrastruktur und die Energieversorgung bewertet. Weniger glücklich ist die Wirtschaft hingegen mit den Gewerbeflächen und Grundstückspreisen und mit der Anbindung an den Schienen-Güterverkehr.

An der repräsentativen Standortumfrage beteiligten sich über 120 Unternehmen aus dem ganzen Landkreis. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.ihk-muenchen.de/muenchen abrufbar.