Pressemeldung vom 09.07.2020 - Erding-Freising

Azubis händeringend gesucht – jetzt bewerben lohnt sich!

Businessman showing statistics to his colleague
© domoyega / thinkstock

Für die vielen ausbildungswilligen Betriebe im Landkreis Freising bleibt es auch heuer eine große Herausforderung, alle Ausbildungsplätze mit Azubis zu besetzen. Wenige Wochen vor Start des neuen Ausbildungsjahres sind laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit noch 453 Lehrstellen offen. Ihnen stehen 250 unversorgte Schulabgänger gegenüber. Rein rechnerisch stehen damit jedem Bewerber fast zwei Stellen zur Auswahl.

Über 450 freie Ausbildungsplätze / Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ungebrochen

„Zwar ist die Anzahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen, auch Corona-bedingt, um rund neun Prozent auf 1.024 gesunken, gleichzeitig nahm jedoch auch die Anzahl an gemeldeten Bewerbern um fast 13 Prozent ab und lag bei 816. Für ausbildungsbereite Betriebe ist die Situation daher– zumal der Corona-Stillstand die Suche nach geeignetem Fachkräftenachwuchs massiv erschwert hat – erneut sehr schwierig“, sagt Otto Heinz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising.

Nachdem die Mehrzahl der Betriebe schrittweise wieder zur Normalität zurückkehrt, lohnt es sich umso mehr für alle an einer Berufsausbildung Interessierten mit dem Bewerben nicht nachzulassen. „Die Chancen sind optimal, dass jeder, der einen Ausbildungsplatz will, auch einen findet“, so Heinz. Der Vorsitzende ermutigt die jungen Erwachsenen: „Lassen Sie sich bei Ihrer Suche von der Corona-Krise und ihren Auswirkungen nicht verunsichern. Unsere Betriebe schauen nach vorn. Für sie sind Azubis die beste Zukunftsinvestition.“ Heinz verweist auf eine aktuelle Umfrage der bayerischen IHKs, in der drei Viertel der befragten Betriebe sagen, dass die Ausbildung trotz Corona normal weiterläuft. „Jeden Azubi erwartet nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss eine spannende und erfüllende berufliche Zukunft, die alle Wege offen lässt“, betont der Vorsitzende.

Der IHK-Vizepräsident geht außerdem davon aus, dass es über den Sommer bei den Vertragsabschlüssen auch zu einem Aufholeffekt kommen wird: „Es bestätigt sich zwar auch im Landkreis der oberbayernweite Trend, dass Stand heute bei Betrieben in Industrie, Handel und Dienstleistungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 fast zehn Prozent weniger Verträge abgeschlossen wurden. Doch durch Corona haben sich alle Abläufe verzögert. Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen und Bewerbungsgespräche konnten nicht stattfinden. Deshalb dürften so manche Ausbildungsverträge mit zwei oder drei Monaten Verspätung abgeschlossen werden.“

Die Ende Juni veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon ist der IHK-Bereich im Landkreis Freising mit über 1.850 Azubis in rund 400 Ausbildungsbetrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen der größte. Er steht für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Danach folgen Handwerk und freie Berufe.

Offene Ausbildungsplätze können Unternehmen in der bundesweiten IHK-Lehrstellenbörse einstellen.