Pressemeldung vom 24.04.2020 - Fürstenfeldbruck

Coronavirus: Wirtschaft im Krisen-Modus

Fürstenfeldbruck am Tag
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Die Coronakrise hat nicht nur den Arbeitsalltag bei den heimischen Unternehmen umfassend verändert, sondern stellt in einigen Branchen sogar Geschäftsexistenzen in Frage. Über die Auswirkungen der Pandemie und den Folgen der staatlich angeordneten Einschränkungen tauschten sich die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck bei einer virtuellen Sitzung aus. Der Schutz von Mitarbeitern und Kunden, die finanziellen Folgen für die Betriebe sowie die Aussicht auf die nächsten Monate standen dabei im Mittelpunkt.

Steinbauer: Gastronomie und Hotels fehlt Perspektive / Risiko weiter ernst nehmen

„Alle Unternehmen im Landkreis nehmen die Gefahren des Virus sehr ernst und folgen den behördlichen Anweisungen, um Personal und Kunden vor Ansteckungen zu schützen“, sagt Michael Steinbauer, Vorsitzender des Regionalausschusses. „Das bedeutet aber massive Einschränkungen des bislang gewohnten Wirtschaftens und verändertes Arbeiten: Mitarbeiter sind im Home-Office, Geschäfte sind geschlossen, Beschäftige sind in Kurzarbeit und Schichtpläne sowie Arbeitsplätzen müssen angepasst werden.“ Trotz erster Lockerungen für den Einzelhandel bitten die hiesigen Unternehmer die Kunden, das Ansteckungsrisiko weiter ernst zu nehmen und die geltenden Abstands- und Hygieneregeln beim Einkaufen dringend einzuhalten.

Die Ausschussmitglieder sehen in der Krise eine enorme Herausforderung für die regionale Wirtschaft. „Vor allem der Gastronomie und den Hotels fehlt die Perspektive. Es ist derzeit völlig unklar, wann in dieser Branche wieder mit Gästen und mit kostendeckenden Einnahmen zu rechnen ist“, sagt Steinbauer. „Die gesamte Wirtschaft im Landkreis braucht endlich Planungssicherheit, wie weitere Lockerungen aussehen könnten, ansonsten wird die Verzweiflung bei Betrieben noch größer.“