08.10.2018 - Starnberg

‎114 Millionen Euro Gewerbesteuer sprudelten 2017 im Landkreis

114 Millionen Euro an Brutto-Gewerbesteuereinnahmen konnten die Stadt Starnberg und die 13 Gemeinden im Landkreis laut den Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik 2017 verbuchen. Wie die Auswertung der IHK für München und Oberbayern ergibt, stand die Gewerbesteuer damit für 37,8 Prozent der kommunalen Steuereinnahmen. Im vergangenen Jahr hat es in den Kommunen keine Veränderungen bei den Hebessätzen gegeben. Oberbayernweit haben hingegen insgesamt vier Städte und Gemeinden den Hebesatz gesenkt, 29 haben eine Erhöhung vorgenommen.

Durchschnittlicher Hebesatz im Landkreis bei 341 Prozent

Mit 307 Prozent liegt der durchschnittlich Hebesatz im Landkreis unter dem Durchschnitt in Bayern (339 Prozent) oder im Bund (364 Prozent). Das gilt auch im Vergleich zu Oberbayern (334 Prozent). Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Starnberg, appelliert an die Kommunen: „Die Steuer- und Abgabenlast ist für die Betriebe bereits sehr hoch. Hinzu kommt eine chronisch wachsende Bürokratie. Der sorgsame Umgang mit der Gewerbesteuer im Landkreis ist deshalb sehr begrüßenswert“.

Eickelschulte fordert, dass die Hebesätze auch in Zukunft nicht zum Spielball kommunaler Eigeninteressen werden. „Je enger das finanzielle Korsett für die Unternehmen geschnürt ist, desto weniger investieren die Betriebe. Darunter leidet auch die Innovationstätigkeit, was letztendlich zu Lasten des Standorts insgesamt geht.“

Spitzenreiter beim Gewerbesteuerhebesatz war 2017 die Gemeinde Gilching mit 340 Prozent. Am niedrigsten war der Hebesatz mit 240 Prozent in Pöcking. Die IHK-Broschüre „Gewerbesteuer in Oberbayern“ mit rechtlichen Grundlagen und allen oberbayerischen Hebesätzen ist unter www.ihk-muenchen.de/gewerbesteuer verfügbar.