31.08.2018 - Ebersberg

Über 280 Jugendliche starten Ausbildung in IHK-Berufen

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Mit Beginn September treten 282 Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Ebersberg eine Ausbildung in Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen an. Das teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Minus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Seit 2010 gab es noch nie so wenige Neuverträge wie heuer. Das ist schade, denn angesichts des leergefegten Arbeitsmarktes setzen die Unternehmen zu Recht auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs. Den Jugendlichen und ihren Ausbildungsbetrieben wünschen wir auf jeden Fall viel Erfolg auf dem bevorstehenden Weg“, sagt Sonja Ziegltrum-Teubner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Ebersberg.

Ziegltrum-Teubner: „Betriebe nehmen noch kurzfristige Bewerbungen an“‎

Viele Betriebe haben auch heuer große Mühe, bis zum 1. September alle Lehrstellen zu besetzen. Für 281 freie Plätze gibt es aktuell nur 58 unversorgte Bewerber, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Ausbildungsstellen und Bewerber im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Die Zahl der gemeldeten Lehrstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent, die gemeldeten Bewerber um 7,6 Prozent.

Ziegltrum-Teubner ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter eine Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch in die Ausbildung einsteigen“, so die Unternehmerin aus Parsdorf. Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Kaufleute im Groß- und Außenhandel (FR Großhandel), Einzelhandelskaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer und Fachkräfte für Lagerlogistik.

Unter den neuen Auszubildenden sind auch 15 Personen auch fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern.

Ziegltrum-Teubner setzt sich für eine bessere Berufsorientierung an den Schulen ein: „Schüler und deren Eltern können zu Recht stolz sein, wenn sie sich für eine Lehre entscheiden. Denn eines steht fest: Besser als mit einer Ausbildung kann man nicht in das Berufsleben starten“. In einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) sagen 75 Prozent derjenigen Betriebe, die Probleme in der Ausbildung haben, dass die unklaren Berufsvorstellungen der Schulabgänger ein Hindernis seien. Die Unternehmen bieten deswegen mehr Praktikumsplätze an und verbessern ihr Personalmarketing.

Insgesamt gibt es im Landkreis 212 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie stehen ‎für knapp
60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter IHK-Lehrstellenbörse zu finden.