05.01.2018 - Landkreis München

Wirtschaftspolitische Strukturdaten für den Landkreis München

Die IHK für München und Oberbayern hat in ihrer neu aufgelegten Übersicht zu den „Strukturdaten des IHK-Regionalausschusses München (Landkreis)“ aktuelle Wirtschaftskennzahlen zusammengefasst. Im Landkreis zählt die IHK 42.500 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Die Veröffentlichung enthält Statistiken und Übersichtskarten zu den IHK-Mitgliedsunternehmen sowie zahlreiche Angaben zu den Gewerbeanmeldungen, Einwohnerzahlen, dem Arbeitsmarkt, der Bruttowertschöpfung, der Kaufkraft und dem Tourismus.

IHK veröffentlicht aktuelle Wirtschaftsdaten / Bruttowertschöpfung bei fast 30 Milliarden Euro

Die wirtschaftliche Stärke des Standorts untermauern vor allem die Angaben zum Arbeitsmarkt sowie zur Bruttowertschöpfung. So ist 2016 die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf 217.750 Personen gestiegen. Gegenüber 2011 ist damit sogar ein Plus von 18,5 Prozent zu verzeichnen. Wie leistungsfähig der Landkreis ist, verdeutlicht zudem die Bruttowertschöpfung. Diese stieg zwischen 2010 und 2015 um ganze 30 Prozent und belief sich 2015 auf rund 29,5 Milliarden Euro. Für die Beschäftigten bleibt der Standort weiterhin sehr attraktiv, wie der Pendlerüberschuss von rund 85.000 Personen zeigt. Erheblich mehr Menschen aus der Landeshauptstadt und dem Umland pendeln also zum Arbeiten in den Landkreis ein als ihn verlassen.

Die Kehrseite der Rekorde am Arbeitsmarkt ist jedoch, dass Unternehmen ihre freien Stellen immer öfter nicht besetzen können – sei es bei Ausbildungsplätzen oder Fachkräften. Langfristig könnte sich das auf das wirtschaftliche Wachstum im Landkreis auswirken. Bereits Ende 2017 fehlten in den Landkreisen rund um München über alle Berufsgruppen hinweg etwa 60.000 Fachkräfte.

Die „Strukturdaten des IHK-Regionalausschusses München (Landkreis)“ sind unter www.ihk-muenchen.de/region-muenchen als Download erhältlich. Die darin veröffentlichten Informationen beruhen mehrheitlich auf Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung sowie auf eigenen Aus­wertungen der IHK für München und Oberbayern.