08.10.2019 - Altötting-Mühldorf

Landkreis Altötting erhält gute Noten von Unternehmen

Die Zufriedenheit der Betriebe im Landkreis Altötting mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt weiter auf hohem Niveau. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern hat der Landkreis die Gesamtnote 2,2 erhalten, unverändert zur vorherigen Umfrage vor zwei Jahren.

‎IHK-Standortumfrage: Handlungsbedarf vor allem bei Fachkräften und Breitband

Fast drei Viertel der Unternehmen bewerten den Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Noch einmal für den Landkreis würden sich 87 Prozent der ansässigen Betriebe entscheiden. Allerdings sagt fast jedes dritte Unternehmen (32 Prozent), dass Standortmängel das Wachstum bremsen.

„Die Betriebe stellen dem Landkreis unterm Strich ein gutes Zeugnis aus“, sagt Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf. „Baustellen gibt es aber dennoch: Ganz oben auf der Wunschliste unserer Betriebe im Landkreis Altötting stehen mehr Fachkräfte, eine bessere Breitbandversorgung und unternehmensfreundlichere Verwaltungen sowie eine bessere Anbindung ans Fernstraßennetz“, so Obermeier-Osl. Durch die Eröffnung des A-94-Lückenschlusses zwischen Heldenstein und Pastetten dürfte zumindest der letzte Punkt sicher bei der nächsten Befragung besser ausfallen, hofft die IHK-Vizepräsidentin unter Verweis auf den Befragungszeitraum im Juli dieses Jahres.

Schlechte Noten geben die Unternehmen für die Anbindung an den Luftverkehr sowie für fehlende Angebote im öffentlichen Personennahverkehr. Als Stärken nennt die Wirtschaft die Energieversorgung, loyale und motivierte Mitarbeiter sowie die Nähe zu Absatzmärkten. Gute Noten geben die Unternehmen auch für das Freizeit-, Sport- und Schulangebot. Spitzenwerte im oberbayerischen Vergleich erzielt der Landkreis für die Wirtschafts­förderung, das Preisniveau für Gewerbeflächen und -mieten, das Angebot an Wohnraum und die Gewerbeflächenpolitik im Landkreis.

„Im Mix aller Standortfaktoren bietet der Landkreis Altötting überwiegend sehr gute Bedingungen für die Wirtschaft“, kommentiert Obermeier-Osl. „Mehr als ein Viertel der Betriebe planen in den nächsten drei Jahren Betriebserweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das ist ein starkes Zeichen“, so die IHK-Vizepräsidentin. „Allerdings wird der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fachkräfte und Gewerbeflächen immer intensiver – der Handlungsbedarf nimmt dadurch zu“, sagt Obermeier-Osl.

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen aus dem Landkreis über 100 Unternehmen, aus ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.