30.09.2019 - Altötting-Mühldorf

A94-Lückenschluss ist Gewinn für den Standort ‎

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© IHK

„Endlich kann der Verkehr auf der Isentalautobahn fließen. Auf den Lückenschluss der A94 zwischen Pastetten und Heldenstein hat unsere heimische Wirtschaft jahrzehntelang gewartet. Mit der durchgängigen Autobahnverbindung zwischen München, Mühldorf und Altötting ist unsere Region ab sofort gut und sicher für alle erreichbar“, begrüßt Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf, die heutige Inbetriebnahme des Autobahnteilstücks.

Obermeier-Osl: „Verkehrspolitischer Meilenstein eröffnet der Region große Chancen“ ‎

Mit dem Lückenschluss sei, so die IHK-Vizepräsidentin, ein verkehrspolitischer Meilenstein erreicht, der die überregionale Anbindung der Wirtschaft zwischen Inn und Salzach erheblich verbessert. Allein aus Industrie, Handel und Dienstleis­tungen werden über 14.000 regionale Betriebe von dem besseren Anschluss an das bayernweite Fernstraßennetz profitieren. Das gilt ebenso für tausende Pendler aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf „Der Lückenschluss trägt erheblich dazu bei, unsere Landkreise als attraktive Standorte für Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sowie Industrie zu sichern. Auch für dringend benötigte Fachkräfte von außerhalb ist eine gute Verkehrsanbindung essentiell. Nur so ist erfolgreiches Unternehmertum auch in Zukunft möglich“, ist Obermeier-Osl überzeugt. Gleichzeitig bezeichnet die Unternehmerin den Lückenschluss als eine Zäsur, die die wirtschaftliche Weiterentwicklung in der gesamten Region herausfordert. „Wir haben jetzt die Chance, unseren Standort neu zu denken. Gerade die künftige Entwicklung von Gewerbe und Handel in den Gemeinden braucht eine strate­gische Planung“, ist Obermeier-Osl überzeugt. Bereits im Sommer dieses Jahres hatte sich der IHK-Regionalausschuss Altötting-Mühldorf deshalb für die Ausarbeitung einer Strategie zur regionalen Standortweiterentwicklung ausgesprochen. An dieser Initiative werden sich auch die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf sowie beide Landkreise beteiligen. Eine gute Standortanbindung und eine gesicherte, bedarfsgerechte Mobilität, die mit den wachsenden Herausforderungen an die Betriebe Schritt halten kann, sind für die Wirtschaft existenziell. „Wir wissen um das Risiko, das eine nicht abgestimmte Entwicklung den Dreiklang zwischen Wohnen, Leben und Arbeiten in den Kommunen der beiden Landkreise aus dem Gleichgewicht bringen kann“, erklärt Ingrid Obermeier-Osl. Deshalb werde man sich so schnell wie möglich an einen Tisch setzen und mit der Ausarbeitung dieser Strategie beginnen, so die Unternehmerin.

Die IHK-Vizepräsidentin betonte weiterhin, dass man sich nicht auf dem Erreich­ten ausruhen dürfe. Der Bau des noch offenen, letzten Teilstücks der A94 ab Marktl am Inn bis zur A3 bei Pocking müsse zügig angegangen werden, so ihre Forderung. Der IHK-Regionalausschuss Altötting-Mühldorf hatte sich einstimmig für den umgehenden und durchgängigen Ausbau der A94 bis zur A3, so wie es im Bundesverkehrsplan festgelegt worden ist, bereits im Herbst 2017 positioniert. „Mobilität ist ein Grundbedürfnis von Wirtschaft und Gesellschaft. Wir dürfen deshalb auch an einem Tag wie diesem den dringend benötigten Lückenschluss zwischen A94 und A3 nicht aus den Augen verlieren. Das übergeordnete Ziel ist die Vernetzung der wirtschaftlichen Zentren unserer Region und Südost­oberbayerns mit den Großräumen München und Passau.

Gleichzeitig muss auch der Ausbau der Schiene konsequent weiterverfolgt werden. Auch hier gibt es in der Region weiterhin zahlreiche Baustellen wie den durchgängigen zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Ausbaustrecke 38 oder die Elektrifizierung der Strecke von Tüßling nach Burghausen und deren Ertüchtigung, um höhere Achslasten und längere Güterzüge zu ermöglichen.