28.02.2018 - Altötting-Mühldorf

Jahresauftakt nach Maß für die Wirtschaft

Die Unternehmen in den Landkreisen Altötting und Mühldorf sind mit großem Rückenwind in das neue Jahr gestartet. Wie aus der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für die Region hervorgeht, bezeichnen insgesamt 57 Prozent der Betriebe ihre Lage als „gut“. „Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Auswertungen 2015“, zeigt sich Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf, erfreut.

Rekordwerte bei Investitions- und Beschäftigungsabsichten / Fragezeichen Energiepolitik

Dementsprechend blicken die Unternehmen mit großer Zuversicht auf die kommenden zwölf Monate. Über ein Viertel rechnet mit einer weiteren Verbesserung der Geschäfte, nur weniger als jeder Zehnte mit einer Eintrübung. Im Saldo liegen die Erwartungen bei 20 Punkten, ein kleines Plus im Vergleich zum Herbst. „Die Betriebe in der Region sehen also viel Raum und Potential für Wachstum. Sowohl die Absichten neue Investitionen zu tätigen als auch zusätzliche Jobs zu schaffen, erreichen neue Höchststände“, fasst die Unternehmerin aus Schwindegg zusammen.

So möchten 35 Prozent der Unternehmen mehr investieren und 28 Prozent wollen zusätzliches Personal einstellen. Zugelegt hat allerdings ebenfalls der Fachkräftemangel. 60 Prozent der Betriebe nennen in der Umfrage diesen Risikofaktor, neun Punkte mehr als noch im Herbst. Hinzu kommen die steigenden Arbeitskosten, die für knapp mehr als die Hälfte ein Geschäftsrisiko darstellen.

Sorgen bereiten der Wirtschaft ebenso die politischen Rahmenbedingungen. Wie Obermeier-Osl erklärt, fühlen sich 56 Prozent der Unternehmen von der langwierigen Regierungsbildung belastet, neun Prozentpunkte mehr als im bayerischen Durchschnitt: „Leider vermissen wir auch im kürzlich vorgelegten Koalitionsprogramm die notwendige Klarheit, wie es bei der Energiewende weitergeht. Immerhin stuft ein Drittel der Unternehmen die steigenden Rohstoffpreise als Risiko ein – das ist ein Alarmsignal. Unsere Betriebe brauchen dringend Planungssicherheit, damit sie das große Wachstumspotential voll ausschöpfen können.“