24.01.2018 - Altötting-Mühldorf

Driessen: „Bahnstrecke zwischen Landshut und Mühldorf elektrifizieren“

Oberbayerns Wirtschaft unterstützt den Vorschlag der Staatsregierung, die Elektrifizierung der Eisenbahnnetze weiter voranzutreiben und innovative Antriebstechniken auf die Schiene zu bringen. Um die angekündigte Strategie des Innenministeriums zu verwirklichen, fordert die IHK für München und Oberbayern ergänzend einen konkreten Zeitraum für die verlässliche Realisierung sowie ein eigenes Budget, damit die einzelnen Strecken über die erforderlichen Investitionsmittel verfügen.

IHK unterstützt Initiative der Staatsregierung für mehr Elektromobilität auf der Schiene

„Lediglich rund die Hälfte des Schienennetzes im Freistaat ist elektrifiziert – das entspricht nicht dem bayerischen Selbstverständnis eines innovativen Hochtechnologie-Standortes. Weder aus Sicht des Umweltschutzes noch aus ökonomischer Perspektive ist es nachvollziehbar, dass auf vielen Strecken weiterhin Diesel- nicht durch Elektroloks ersetzt werden können. Das passt nicht ins Bild“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.

Für Südostoberbayern besonders erfreulich ist, dass auch der „Filzenexpress“ von Ebersberg nach Wasserburg zu den ausgewählten Strecken des Innenministeriums gehört. Allerdings vermisst Driessen einen anderen wichtigen Lückenschluss: „Während der Korridor zwischen Hof und Regensburg bereits für die Elektrifizierung im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen ist, bleibt der Abschnitt von Landshut bis nach Mühldorf weiterhin ein weißer Fleck. Das muss sich ändern.“

Besonders kritisch sieht die IHK die zu langen Planungszeiten im Schienenverkehr. „Ohne Bahn geht es nicht – weder beim Personen- noch beim Güterverkehr. Modernisierung und Ausbau der Strecken haben deshalb höchste Priorität. Nur über die Schiene kann das wachsende Mobilitätsbedürfnis von Bürgern und Wirtschaft gedeckt werden, denn das Straßennetz befindet sich bereits vielfach an der Kapazitätsgrenze“, ergänzt Driessen.