08.02.2017 - Pfaffenhofen

IHK-Regionalausschuss Pfaffenhofen – Digitalisierung ist Top-Thema ‎

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Die Digitalisierung steht 2017 im Mittelpunkt der Arbeit des neu gewählten IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. „Eine bedarfsgerechte Breitbandversorgung garantiert die Leistungsfähigkeit der Unternehmen und ist damit ein entscheidender Standortfaktor“, so Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen, auf der Arbeitssitzung des Ausschusses im Pfaffenhofener Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung.

Bedarfsgerechte Breitbandversorgung entscheidet über den Standort

In seinem Bericht erläuterte Florian Socher, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung und Breitbandmanager des Landkreises, den aktuellen Stand der Breitbandversorgung in den 19 Gemeinden. Anschließend informierte Jörg Franke, Leiter des Bayerischen Breitbandzentrums in Amberg, über die von Land und Bund angebotenen Breitband-Förderverfahren sowie das Sonderprogramm „Gewerbegebiete“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Dieses verspricht Hoffnung für unterversorgte Gewerbe- und Industriegebiete. 350 Millionen Euro stehen bundesweit für den Ausbau auf eine Mindestgeschwindigkeit von 1 GBit/s zur Verfügung. Gemeinden stehen damit in der Pflicht, den Förderbedarf in ihren Gewerbegebieten abzuklären.

Im zweiten Teil des Abends berichteten Manfred Russer und Peter Keck, Erste Bürgermeister der Gemeinden Hohenwart und Rohrbach an der Ilm über ihre Erfahrungen mit dem bayerischen beziehungsweise Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau. Die anwesenden Unternehmer nutzten die Gelegenheit, den Kommunalpolitikern eindringlich die aktuelle Situation und konkreten Bedürfnisse der Wirtschaft darzulegen. „Die Breitbandversorgung bleibt auf absehbare Zeit das uns alle beherrschende Thema, der Digitalisierung kann sich kein Unternehmen entziehen. Und für die Gigabit-Gesellschaft brauchen wir auch gigabitfähige Netze“, brachte es Kastner auf den Punkt. „Als Sprachrohr der regionalen Wirtschaft sind wir daher in der Pflicht, uns für die bedarfsgerechte Versorgung der Gewerbegebiete gegenüber Politik und Verwaltung einzusetzen und den Finger in die nach wie vor offenen Wunden zu legen.“

Zum Ausklang der Sitzung stellte Dr. Herbert Vogler, Bereichsleiter Innovation, Mobilität und Umwelt bei der IHK für München und Oberbayern, das neue Förderprogramm Digitalbonus.Bayern des bayerischen Wirtschaftsministeriums vor. Dieses bietet Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern finanzielle Unter­stützung, damit sie in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und in ihre IT-Sicherheit investieren. Bis 2020 stellt die bayerische Staatsregierung dafür jährlich 20 Millionen Euro zur Verfügung.