Pressemeldung vom 13.11.2020 - Pfaffenhofen

Ohne Wenn und Aber: Wirtschaft muss weiter funktionieren

13.11.2020 - Welche Erfahrungen haben die Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Landkreis in der Corona-Krise gemacht, wie blicken sie ins nächste Jahr und auf welchen Gebieten sehen sie die Politik in der Pflicht – diese drei Themenfelder standen auf der Tagesordnung der jüngsten virtuellen Sitzung des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. Gastgeber für das gemeinsame Treffen unter Leitung des Ausschussvorsitzendem Eduard Kastner mit Landtagsmitglied Karl Straub (CSU) und Landrat Albert Gürtner (FW) war Christoph Wargitsch, Geschäftsführer der Wargitsch &Comp. AG. Die Mitglieder des IHK-Ausschusses wählten sich via Internet ein.

Kastner: „Impfstoff ist Hoffnungsschimmer“ / Austausch mit Landrat Gürtner und MdL Straub ‎

Sowohl das Corona-Stimmungsbild, das die Unternehmerinnen und Unternehmer zeichneten, aber auch ihr Blick in die Zukunft, fiel je nach Branchenzugehörigkeit und auch individuell sehr unterschiedlich aus. So sind die Baubranche, der Banken­sektor oder Teile des Einzelhandels vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Viele Betriebe, vor allem die von der Automobil- und Luftfahrtindustrie oder dem Maschinenbau abhängigen, arbeiten jedoch nach wie vor im Krisenmodus Das verarbeitende Gewerbe beklagt vor allem Lieferengpässe bei Rohstoffen wie Stahl. Allen Unternehmern gemeinsam war die Sorge vor trotz des Lockdowns weiter steigenden Infektionszahlen. Nachlässigkeit im Umgang mit der Pandemie und ein daraus resultierendes hohes Infektionsgeschehen seien automatisch mit dem kurzfristigen Ausfall von Arbeitskräften verbunden. Hier stehen viele Firmen bereits am Limit. Kritik übte ein Unternehmer, dessen Mitarbeiter aus verschiedenen Landkreisen stammen, an dem unterschiedlichen Umgang der Gesundheitsämter mit den Quarantäneregelungen. Sein Appell an die anwesenden Politiker, sich umgehend für ein einheitliches Vorgehen einzusetzen.

Landrat Gürtner berichtete über die angespannte Situation im Gesundheitsamt des Landkreises, das mit personellen Kapazitäten zu kämpfen habe und diese dringend aufstocken müsse. Es werde für die Mitarbeiter immer schwieriger, Kontakte nachzuverfolgen, so Gürtner. Nach Bekanntgabe der Impfstrategie des Freistaates werde man jetzt umgehend in die Planung der Impfzentren einsteigen.

Landtagsabgeordneter Straub betonte, dass für den Freistaat die Gesundheit an erster Stelle stehe. Darum sei es auch Hauptziel des Teil-Lockdowns, die persönlichen Kontakte um 75 Prozent zu reduzieren. Für die Staatsregierung gehe es darum, dass Wirtschaft und Schulen weiter funktionieren. Corona bleibe auch auf lange Sicht eine Herausforderung. Hinzukomme, dass alles andere nicht still stehe. Beide Politiker sagten, wie wichtig in dieser herausfordernden Zeit der Dialog bleibe. Es gehe darum, über parteipolitische Zugehörigkeiten hinweg zusammen­zustehen. Nur so kann die Pandemie gemeistert werden. Landrat Gürtner bekräftigte abschließend, dass er die Wirtschaft im Landkreis umfassend unterstützen möchte, so werden Investitionen des Landkreises wie geplant vorgenommen.