Pressemeldung vom 08.07.2020 - Pfaffenhofen

Azubis bleiben Mangelware – jetzt bewerben lohnt sich!‎

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Für die vielen ausbildungswilligen Betriebe im Landkreis Pfaffenhofen bleibt es auch heuer eine große Herausforderung, alle Ausbildungsplätze mit Azubis zu besetzen. Wenige Wochen vor Start des neuen Ausbildungsjahres sind laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit noch 379 Lehrstellen offen.

Über 370 freie Ausbildungsplätze / Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ungebrochen

Ihnen stehen 142 unversorgte Schulabgänger gegenüber. Rein rechnerisch stehen damit jedem Bewerber weit über zwei Stellen zur Auswahl.

„Während die Anzahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen sogar leicht auf 844 gestiegen ist (+2,1 Prozent), nahm die Anzahl an gemeldeten Bewerbern um 6,6 Prozent auf 522 ab. Für ausbildungsbereite Betriebe bleibt die Situation daher– zumal der Corona-Stillstand die Suche nach geeignetem Fachkräftenachwuchs massiv erschwert hat – sehr schwierig“, sagt Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Pfaffenhofen.

Nachdem die Mehrzahl der Betriebe schrittweise wieder zur Normalität zurückkehrt, lohnt es sich umso mehr für alle, die an einer Berufsausbildung interessiert sind, mit dem Bewerben nicht nachzulassen. „Die Chancen sind optimal, dass jeder, der einen Ausbildungsplatz will, auch einen findet“, so Kastner. Der Vorsitzende ermutigt die jungen Erwachsenen: „Lassen Sie sich bei Ihrer Suche von der Corona-Krise und ihren Auswirkungen nicht verunsichern. Unsere Betriebe schauen nach vorn. Für sie sind Azubis die beste Zukunftsinvestition.“ Kastner verweist auf eine aktuelle Umfrage der bayerischen IHKs, in der drei Viertel der befragten Betriebe sagen, dass die Ausbildung trotz Corona normal weiterläuft. „Jeden Azubi erwartet nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss eine spannende und erfüllende berufliche Zukunft, die alle Wege offen lässt“, betont der Vorsitzende.

Kastner geht außerdem davon aus, dass es über den Sommer bei den Vertrags­abschlüssen auch zu einem Aufholeffekt kommen wird: „Es bestätigt sich zwar auch im Landkreis Pfaffenhofen der oberbayernweite Trend, dass Stand heute bei Betrieben in Industrie, Handel und Dienstleistungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 fast zehn Prozent weniger Verträge abgeschlossen wurden, doch durch Corona haben sich alle Abläufe verzögert. Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen wie die jährliche IHK Jobfit in Ingolstadt und Bewerbungsgespräche konnten nicht stattfinden. Deshalb dürften so manche Ausbildungsverträge mit zwei oder drei Monaten Verspätung abgeschlossen werden.“

Die Ende Juni veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon ist der IHK-Bereich im Landkreis Pfaffenhofen mit fast 1.200 Azubis in über 200 Ausbildungsbetrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistun­gen der größte. Er steht für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Danach folgen Handwerk und freie Berufe.

Offene Ausbildungsplätze können Unternehmen in der bundesweiten IHK-Lehrstellen­börse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) einstellen.