13.11.2019 - Eichstätt

Entwicklung von Gewerbeflächen bleibt wichtiges Thema für die Wirtschaft ‎

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Wirtschaftspolitische Themen und der Austausch mit der Kommunal­politik über regionale Entwicklungen standen im Fokus der jüngsten Sitzung des IHK-Regionalausschusses Eichstätt. Ob Energieversorgung, klimaneutrale Wirtschaft, die Entwicklung von Gewerbeflächen oder der Strukturwandel in der Automobilindustrie – zahlreiche Wortmeldungen verdeutlichten die Brisanz der Themen. Gast der Sitzung war IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. Der gebürtige Köschinger nutzte seinen Antrittsbesuch, um sich im Vorfeld der Kommunalwahlen 2020 über regionale Aufgabenstellungen zu informieren.

Austausch am neuen Köschinger Sitz des Interpark Managements mit IHK-Chef Gößl

© IHK IHK-Chef Gößl ehrt Unternehmer Max Pollin für 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit für die IHK.

Hinsichtlich der wirtschaftspolitischen Agenda der IHK sagte Gößl: „Unsere Wirtschaft bekennt sich zum Klimaschutz. Laut einer aktuellen IHK-Umfrage haben bereits vier von fünf Unternehmen Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz umgesetzt. Neun von zehn der bayerischen Unternehmen wollen ihren CO2-Ausstoß reduzieren.“ Mit Blick auf den Ausstieg aus Kohlestrom und Atomkraft betonte der IHK-Chef: „Die Energiewende funktioniert nur, wenn die Wirtschaft mit an Bord ist. Ohne die Investitionen der Betriebe und vor allem ohne die Innovationen aus der Wirtschaft wird sie nicht erfolgreich sein. Die Wirtschaft ist deshalb Teil der Lösung.“ Er betonte außerdem: „Gleichzeitig brauchen unsere Betriebe die Gewissheit, dass ihre Energieversorgung gesichert und vor allem bezahlbar bleibt. Bayerns Wirtschaft benötigt dringend wettbewerbsfähige Strompreise. Der Bau der beiden Stromtrassen von Nord nach Süd steht deshalb außer Frage.“

Ein weiteres Brennpunktthema, das Gößl ansprach, war der Umgang mit Flächen. Starre Flächenkontingente lehne die IHK ab, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. „Das bedeutet einen Eingriff in die kommunale Planungshoheit und beschwört Konflikte zwischen den Nutzungsarten auf.“ Stattdessen plädierte Gößl für eine effizientere Flächennutzung insbesondere bereits bebauter Flächen und mit Blick auf das Erfolgsmodell des Interparks für mehr interkommunale Kooperationen.

Im zweiten Teil des Abends diskutierten die Unternehmer Forderungen, mit denen sie sich vor den bayerischen Kommunalwahlen im März 2020 an die Kommunalpolitik wenden wollen. Den Forderungskatalog wird der IHK-Regional­ausschuss im Februar des kommenden Jahres öffentlich bekanntgeben.

Bernhard Miehling, Geschäftsführer der Interpark Management GmbH & Co. KG, stellte zu Sitzungsbeginn die Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebiets Interpark Großmehring-Kösching, laut Landrat Anton Knapp (CSU) ein Hotspot der Gewerbeentwicklung im Landkreis, vor. Auf dem derzeit 250 Hektar umfassenden Gelände sind 140 Firmen zu Hause.

Bildunterschrift: © IHK / Zu Gast bei Interpark-Geschäftsführer Bernhard Miehling (2.v.r.): Alexander Kessel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Eichstätt, Landrat Anton Knapp, IHK-Geschäftsstellenleiterin Elke Christian und Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern (v.l.n.r.), Sitzung am 7.11.2019, Kösching