26.10.2016 - Pfaffenhofen

Neues Arbeitsprogramm des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen ‎

elke_christian_eduard_kastner

Standortentwicklung und Digitalisierung – diese zwei Themenfelder bilden in den kommenden fünf Jahren die Arbeitsschwerpunkte des neuen IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. Der Vorsitzende Eduard Kastner erwartet eine herausfordernde und arbeitsreiche Zeit. „Unter den
15 Mitgliedern sind sechs Mitglieder des vorherigen IHK-Gremiums Ingolstadt-Pfaffenhofen vertreten sowie neun neue Kolleginnen und Kollegen. Wir werden uns also mit viel frischem Wind in den Segeln für die Wirtschaft in der Region einsetzen und wollen vieles bewegen“, so der Vorsitzende. Besonders wichtig ist den Mitgliedern dabei der noch engere Dialog mit der Politik. „Nur gemeinsam mit allen Beteiligten können wir Lösungen für die Probleme erarbeiten, die uns unter den Nägeln brennen“, so Kastner.

Alle Kräfte für die Standortentwicklung mobilisieren / Breitbandausbau forcieren ‎

Beim Thema Standortentwicklung stehen für den Ausschuss Maßnahmen zur Fachkräftesicherung auf der Agenda ganz oben. Aufgrund der Wettbewerbssituation mit den benachbarten Wirtschaftsstandorten Ingolstadt und München sehen die Mitglieder hier akuten Handlungsbedarf.

Eine Möglichkeit, um Fachkräfte anzuwerben, könnte eine zentrale Plattform für regionales Arbeitgebermarketing bieten, meint Kastner. „Auch hier wäre ein Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung wünschenswert“, so der Vorsitzende. Potenziellen neuen Arbeitnehmern könnte eine solche Plattform schnell und unkompliziert einen Überblick über attraktive Arbeitsmöglichkeiten im Landkreis aufzeigen.

Darüber hinaus muss sich laut Kastner insbesondere die Wohnraumsituation verbessern, um Fachkräfte in die Region zu holen. Eine Möglichkeit könnten zeitlich befristete Wohnmöglichkeiten bieten, die kurzfristig verfügbar sind.

Im Kontext knapper Gewerbeflächen wollen die Ausschussmitglieder Politik und Verwaltung verstärkt für die zahlreichen baurechtlichen Hürden sensibilisieren. Eines der Paradebeispiele im Landkreis seien die enormen Zeitverzögerungen bei Bauprojekten aufgrund archäologischer Untersuchungen von Baugrund.

Rüstzeug für das digitale Zeitalter bereitstellen

Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der Regionalausschuss in der Forcierung des Breitbandausbaus. Nach wie vor bestehe enormer Aufholbedarf, so Kastner. „Um unsere Wirtschaft auf dem Weg ins digitale Zeitalter adäquat zu unterstützen, braucht sie das richtige Rüstzeug. Eine Internet- und auch Mobilfunkanbindung, die sich an den Bedürfnissen der kommenden Jahre orientiert, ist dafür unabdingbar“, bringt es Kastner auf den Punkt. Ziel sei der flächendeckende Ausbau auf Netzgeschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit/s und mehr. „Dabei dürfen wir auch die Internetversorgung per Mobilfunk beziehungsweise die grundsätzliche Qualität unseres Mobilfunknetzes nicht aus dem Auge verlieren“, so der Vorsitzende. In einem ersten Schritt strebt der Ausschuss deshalb eine Schwachstellenanalyse für den gesamten Landkreis an und wird dann weitere Maßnahmen definieren.

In Bezug auf das entstehende Digitale Gründerzentrum in Ingolstadt fordert der Regionalausschuss, dass auch der Mittelstand im Landkreis von den künftigen Angeboten profitieren kann. Hier wird es Aufgabe der IHK als Kuratoriums­mitglied sein, die mittelständischen Interessen punktgenau zu formulieren und bei den Planungsaktivitäten gezielt einzubringen.

„Politik und Verwaltung beraten sowie Ansprechpartner für Unternehmen und Bürger sein, so verstehen wir unsere Rolle als Regionalausschuss. Die Unternehmen in unserer IHK-Vertretung verfügen über vielfältige Fach­kompetenzen. Diese wollen wir für die Wirtschaft und das Allgemeinwohl einbringen, um den Landkreis Pfaffenhofen weiterzuentwickeln“, fasst Kastner die Arbeitsziele des Ausschusses zusammen.