15.02.2019 - Pfaffenhofen

‎Erneut mehr Azubis bei Betrieben im Landkreis ‎

Die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen haben das siebte Jahr in Folge mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen. Mit 430 Neuverträgen konnte die IHK für München und Oberbayern für 2018 ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber 2017 verzeichnen.

Kastner: „Azubis sind beste Investition gegen den Fachkräftemangel“‎

238 der Neuverträge wurden in kaufmänni­schen und 192 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Zahlen der Arbeitsagentur blieben 64 Lehrstellen mangels Bewerbern unbesetzt. Unter den Neu-Azubis im Landkreis sind auch 15 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Sie stehen für über drei Prozent aller Neuverträge.

„Im Wettbewerb um Auszubildende gibt es keine Verschnaufpause. Um junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, müssen unsere Betriebe im Landkreis auch weiterhin alle Register ziehen, denn nur mit eigenen Azubis können sie im leergefegten Arbeitsmarkt ihren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern“, erläutert Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. Gemeinsam mit der IHK und Partnern wie dem Wirtschaftsministerium haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemäßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion ‚Elternstolz‘, die ‚Wochen der Ausbildung‘ und die Bildungsmessen. Kastner sieht es als gutes Zeichen, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren. „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege, den Trend zur Akademisierung müssen wir umkehren“, so der Vorsitzende.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis die Berufskraftfahrer gefolgt von Kaufleuten für Büromanagement und Einzelhandelskaufleuten. Bei Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Berufskraftfahrer. IHK-Ausbildungsverträge wurden in 54 Berufen vom Anlagenmechaniker bis zum Zerspanungsmechaniker abgeschlossen. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe im Landkreis stieg auf 223.