12.10.2016 - Eichstätt

IHK-Regionalausschuss Eichstätt stellt Arbeitsprogramm vor

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© IHK München

Arbeit und Bildung sowie Digitalisierung – diese zwei Themenfelder stehen im Fokus der Arbeit des neuen IHK-Regionalausschusses Eichstätt. Emmeran Hollweck, Vorsitzender der Regionalvertretung, erwartet herausfordernde, arbeitsreiche fünf Jahre. „Als IHK Regionalausschuss werden wir uns gezielt für die Interessen unserer ‎Unternehmen im Landkreis einsetzen, vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Groß­unternehmen“, erläutert er. Besonders wichtig sei ihm der noch engere Dialog mit der Politik. „Nur gemeinsam können wir Lösungen für die Probleme erarbeiten, die uns unter den Nägeln brennen“, so der Vorsitzende.

Fachkräftemangel zwingt zum Handeln / Breitbandausbau forcieren ‎

Besonderen Handlungsbedarf sieht der Ausschuss beim Thema Fachkräfte­sicherung. „Wir müssen insbesondere unsere jungen Menschen wieder für die duale Ausbildung begeistern“, meint Hollweck. Der IHK-Ausschuss möchte deshalb aktiv die Initiative „Elternstolz“ oder das Projekt „Ausbildungs-Scouts“ unterstützen.

Darüber hinaus will die Regionalvertretung Unternehmen im Landkreis über alternative Formen der Mitarbeitergewinnung informieren und zum Austausch darüber einladen. Dies soll in Netzwerkform über das Vorstellen von Best Practice-Beispielen erfolgen.

Entlastung Beim Fachkräftemangel erwartet Hollweck auch durch die Integration von Asylbewerbern in die Arbeitswelt. „Dafür brauchen wir jedoch einen langen Atem und seitens des Gesetzgebers klare und einfache Richtlinien“, so der Vorsitzende. Hier sind die neuen Angebote und Services der IHK-Integrations­berater wesentlich bekannter zu machen.

Digitalisierung im Mittelstand muss Fahrt aufnehmen

Weiterhin will sich der Regionalausschuss für die Forcierung des Breitband­ausbaus in unterversorgten Gewerbegebieten des Landkreises einsetzen. „Um unsere Wirtschaft auf dem Weg ins digitale Zeitalter adäquat zu unterstützen, braucht sie das richtige Rüstzeug. Ohne eine Internet- und auch Mobilfunkanbindung, die sich an den Bedürfnissen der kommenden Jahre orientiert, sind Fortschritt und Wachstum nicht mehr möglich“, erläutert Hollweck.

Im ersten Schritt wird der Regionalausschuss daher eine Analyse der Schwachstellen initiieren, um bestehende Lücken zu identifizieren. Anschließend wird er im Dialog mit den Politikern der unterversorgten Gemeinde anstreben, diese für die Gefahr, die dem wirtschaftlichen Aufschwung dadurch droht, zu sensibilisieren.

Darüber hinaus wird sich der Ausschuss für mehr Transparenz und einen besseren Überblick in Bezug auf Förderprogramme für den Mittelstand rund um das Thema Digitalisierung stark machen. So ist es beispielsweise sein Ziel, dass sich die Unternehmen im Landkreis besser über das Digitalbonus-Förder­programm der Staatsregierung beraten lassen können.

In Bezug auf das entstehende Digitale Gründerzentrum in Ingolstadt fordert der Regionalausschuss, dass auch der Mittelstand im Landkreis von den künftigen Angeboten profitiere. Hier wird es Aufgabe der IHK als Kuratoriums­mitglied sein, die mittelständischen Interessen entsprechend zu formulieren und bei den Planungsaktivitäten gezielt einzubringen.

Die Ausschussmitglieder werden jede Gelegenheit wahrnehmen, die Notwendigkeit all dieser Vorhaben zu unterstreichen. „Politik und Verwaltung beraten sowie Ansprechpartner für Unternehmen und Bürger sein: So sehen wir unsere Rolle als Regionalausschuss. Die Unternehmen in unserer IHK-Vertretung verfügen über vielfältige Fachkompetenzen. Diese wollen wir für die Wirtschaft und das Allgemeinwohl einbringen, um den Landkreis Eichstätt weiterzuentwickeln“, fasst Hollweck die Arbeitsziele des Ausschusses zusammen.