11.10.2016 - Neuburg-Schrobenhausen

IHK-Regionalausschuss Neuburg-Schrobenhausen präsentiert Arbeitsprogramm‎

© IHK München

Digitalisierung sowie Verkehr und Infrastruktur – diese zwei Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Arbeit des neuen IHK-Regional­ausschusses Neuburg-Schrobenhausen. Hartmut Beutler, Vorsitzender der Regionalvertretung, schaut zuversichtlich auf die kommenden fünf Jahre. „Als IHK-Regionalausschuss werden wir gezielt die Interessen der ‎Unternehmen aus unserem Landkreis ‎vertreten, vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Groß­unternehmen“, erläutert er. Im Vordergrund stehe dabei der noch engere Dialog mit der Politik. „Nur gemeinsam können wir Lösungen für die Probleme erarbeiten, die uns unter den Nägeln brennen“, so der Vorsitzende.

Forderung nach Breitbandausbau und einem engeren Dialog mit der Politik ‎

Insbesondere will sich der Regionalausschuss für die Forcierung des Breitbandausbaus in unterversorgten Gewerbegebieten des Landkreises einsetzen. „Um unsere Wirtschaft auf dem Weg ins digitale Zeitalter adäquat zu unterstützen, braucht sie das richtige Rüstzeug. Eine Internet- und auch Mobilfunkanbindung, die sich an den Bedürfnissen der kommenden Jahre orientiert, ist dafür allererstes Gebot“, so Beutler. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen in zahlreichen Gewerbeansiedlungen des Landkreises leiden massiv unter der mangelhaften Breitbandversorgung.

Weiterhin gilt dem Thema „Digitale Innenstadt“ das besondere Augenmerk des Ausschusses. Laut Beutler bestehe hier dringender Handlungsbedarf, einerseits was die Online-Präsenz des stationären Einzelhandels anbelangt. Andererseits fehle es an ansprechenden E-Commerce-Angeboten. Hier müssen im ersten Schritt die umfangreichen Services und Beratungsangebote der IHK bekannter gemacht werden.

In Bezug auf das entstehende Digitale Gründerzentrum in Ingolstadt fordert der Regionalausschuss, dass auch der Mittelstand im Landkreis von den künftigen Angeboten profitieren kann. Hier wird es Aufgabe der IHK als Kuratoriums­mitglied sein, die mittelständischen Interessen entsprechend zu formulieren und bei den Planungsaktivitäten gezielt einzubringen.

Infrastruktur und Verkehr im Fokus

Gute Verkehrsanbindungen sind eine Grundvoraussetzung, um als Wirtschaftsstandort attraktiv zu bleiben. Deshalb wird der Ausschuss Verkehrsprojekte wie den Ausbau der B16 zur Donautal-Autobahn oder das Schließen von Ausbaulücken auf der B300 im Dialog mit der Politik kontinuierlich einfordern. Besondere Notwendigkeit sieht er dabei auch in einer besseren Vernetzung mit der IHK Schwaben beziehungsweise den Nachbarlandkreisen. Im Vorfeld der geplanten Bürgerbefragung in Neuburg zu den Bauplänen für eine zweite Donau-Querung unterstützt der Ausschuss den Bau einer neuen Brücke. Weiterhin steht beim Stichpunkt Verkehr und Infrastruktur die Förderung der E-Mobilität im Fokus. Hier will sich der Ausschuss für den Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur an Stromzapfsäulen stark machen.

Die Ausschussmitglieder werden jede Gelegenheit wahrnehmen, die Notwendigkeit all dieser Vorhaben zu unterstreichen. „Politik und Verwaltung beraten sowie Ansprechpartner für Unternehmen und Bürger sein: So sehen wir unsere Rolle als Regionalausschuss. Die Unternehmen in unserer IHK-Vertretung verfügen über vielfältige Fachkompetenzen. Diese wollen wir für die Wirtschaft und das Allgemeinwohl einbringen, um den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen weiterzuentwickeln“, fasst Beutler die Arbeitsziele des Ausschusses zusammen.