10.08.2016 - Ingolstadt - Neuburg-Schrobenhausen - Pfaffenhofen

Tourismus in der Region floriert

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Der Tourismus in der Stadt Ingolstadt und in den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen sowie Pfaffenhofen ist auf Erfolgskurs. Die Region, die als Tourismus-Destination „Oberbayerns Städte“ vermarktet wird, hat 2014 rund 1,2 Millionen Übernachtungen verbucht, heißt es in einer von der IHK für München und Oberbayern vorgelegten Studie.

IHK-Studie: Gäste geben pro Tag 154 Euro aus / Strukturreformen notwendig‎

Die Ausgaben der Übernachtungsgäste beliefen sich auf durchschnittlich 154 Euro pro Tag, ein oberbayerischer Spitzenwert außerhalb des Großraums Münchens. Damit liegen die Tagesausgaben auch nur knapp unter dem oberbayerischen Durchschnitt von 164 Euro, der stark durch die Sonderrolle der Stadt München als Tourismusziel von internationalem Rang geprägt wird. Dort gaben Übernachtungsgäste durchschnittlich fast 220 Euro pro Tag aus. Hotels, Gastronomie und Einzelhandel in der Stadt Ingolstadt sowie den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen nahmen 2014 über 361 Millionen Euro aus dem Tourismusgeschäft ein. Hochgerechnet steht der Tourismus in der Region für etwa 6.000 Vollzeit-Arbeitsplätze.

Reformbedarf sieht die Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Oberbayern“ bei den oberbayerischen Tourismusstrukturen, die deutlich effizienter und schlanker werden müssten. Touristische Angebote dürften nicht von jeder einzelnen Gemeinde oder von kleinen Tourismusverbänden entwickelt werden, sondern müssten aus der Perspektive des Gastes von ganzen Regionen konzipiert und vermarktet werden. Die Studie fordert, dass die Förderpolitik Anreize für Kooperationen, Zusammenschlüsse und mehr Beteiligung der Tourismusbetriebe setzt. Auch sollten Besucherdaten in Museen oder Schlössern systematisch erfasst werden, so dass bessere Informationen über Gäste vorliegen und damit Werbemaßnahmen optimiert werden können. Die Studie, an der neben der IHK München auch der Tourismus Oberbayern München e.V. (TOM) und der Bezirk Oberbayern des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bayern e.V.) beteiligt waren, spricht sich außerdem deutlich gegen eine zusätzliche Tourismusabgabe aus.

Zusätzlich zu den 1,2 Millionen Tagesgästen verbuchte die regionale Tourismus­wirtschaft 2014 neun Millionen Tagesgäste. Damit belegt die Region nach der Landeshauptstadt und dem Münchner Umland ebenfalls einen der vorderen Ränge in Oberbayern. Inklusive anteiliger Umsatz-, Lohn- und Einkommensteuern sorgt die Branche in der Region für Steuereinnahmen in Höhe von 33,9 Millionen Euro pro Jahr.

Die Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Oberbayern“ ist online unter
www.ihk-muenchen.de/tourismus erhältlich.